Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Internationale Klimapolitik in Santa Marta
Berlin () – Vor der internationalen Konferenz in Kolumbien zum Ausstieg aus fossilen Energieträgern hat Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD) von einem positiven Signal gesprochen. „In Santa Marta kommt erstmals eine Koalition der Ausstiegs-Macher zusammen. Dass diese Vorreiterkoalition schon so groß ist, ist ein ermutigendes Zeichen“, sagte er am Montag mit Blick auf die über 60 Teilnehmerländer. „Relevante Teile der Weltgemeinschaft sind bereit, die Ursachen der aktuellen fossilen Energiekrise anzugehen.“
Flasbarth warb für den verstärkten Einsatz von Alternativen zu Kohle, Öl und Gas. „Zum Glück gibt es gute Gegenmittel gegen fossile Abhängigkeiten: der Ausbau der erneuerbaren Energien, Investitionen in Netze und Speicher und die Elektrifizierung von Mobilität und Wärmeversorgung“, erklärte er. „All das treiben wir national und international voran.“
Der SPD-Politiker verteidigte die internationale Klima-Diplomatie. „Letztlich braucht es beides: Konferenzen für Vorreiterallianzen wie in Santa Marta und Konferenzen, die einen globalen Konsens vorbereiten wie den Petersberger Klimadialog“, so Flasbarth. „Denn um global verbindliche Entscheidungen auf der Weltklimakonferenz zu erreichen, braucht es gute Beispiele aus der Praxis und gute Diplomatie zwischen unterschiedlichen Interessengruppen, um am Ende zu einstimmigen Ergebnissen zu kommen.“
Mehr als 60 Regierungen wollen am 28. und 29. April auf Einladung von Kolumbien und den Niederlanden an der Konferenz in Santa Marta, Kolumbien, teilnehmen. Mögliche Ergebnisse der Konferenz sollen in den von der brasilianischen COP30-Präsidentschaft angekündigten internationalen Fahrplan zur Abkehr fossiler Energien einfließen. Dieser soll vor der COP31 in Antalya im November 2026 veröffentlicht werden.
Bei der Weltklimakonferenz COP30 in Brasilien im vergangenen Jahr hatten die Regierungen Kolumbiens und der Niederlande angekündigt, die internationale Konferenz zur Abkehr von fossilen Energien auszurichten. Die Abkehr von fossilen Brennstoffen ist ein zentrales Ziel, das alle Vertragsstaaten des Paris-Abkommens gemeinsam auf der Weltklimakonferenz COP28 in Dubai im Jahr 2023 beschlossen haben.
Deutschland hat sich mit dem Bundes-Klimaschutzgesetz rechtlich dazu verpflichtet, bis 2045 klimaneutral zu sein. Dies setzt nach Angaben des Bundesumweltministeriums einen weitestgehenden Ausstieg aus den fossilen Energien schon zum Ende der 2030er Jahre voraus.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Greenpeace-Protest für Klimaschutz (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Vor internationaler Konferenz in Kolumbien betont Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth die Bedeutung des Ausstiegs aus fossilen Energien.
- Über 60 Teilnehmerländer kommen zusammen, um Wege zur Lösung der fossilen Energiekrise zu finden.
- Deutschland verpflichtet sich bis 2045 zur Klimaneutralität, was einen frühen Ausstieg aus fossilen Energien erfordert.
Warum ist das wichtig?
- Positive Signale für den weltweiten Ausstieg aus fossilen Energieträgern
- Stärkung und Ausbau erneuerbarer Energien als Alternativen
- Notwendigkeit internationaler Diplomatie für erfolgreiche Klimaschutzmaßnahmen
Wer ist betroffen?
- Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth (SPD)
- Über 60 Teilnehmerländer der Konferenz
- Vertragsstaaten des Paris-Abkommens
Zahlen/Fakten?
- Mehr als 60 Teilnehmerländer bei der Konferenz in Santa Marta
- Deutschland will bis 2045 klimaneutral sein
- Ausstieg aus fossilen Energien bis Ende der 2030er Jahre erforderlich
Wie geht’s weiter?
- Teilnahme von über 60 Ländern an der Konferenz in Kolumbien am 28. und 29. April
- Ergebnisse fließen in den internationalen Fahrplan zur Abkehr fossiler Energien ein
- Umsetzung des Bundes-Klimaschutzgesetzes zur Klimaneutralität bis 2045 und Ausstieg aus fossilen Energien bis Ende der 2030er Jahre
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