Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sozialreform-Debatte in Berlin
Berlin () – Angesichts der Debatte über Reformen des Sozialstaats fordert der Volkswirt Georg Cremer eine Änderung der Anrechnungssysteme für Geringverdiener.
Menschen mit wenig Einkommen sollen länger von staatlichen Hilfen profitieren. „Ein realistisches Ziel wäre, dass von jedem Euro Mehrverdienst mindestens 30 Cent bei der Familie verbleiben“, sagte Cremer der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (noz). Entsprechende Rechnungen des Ifo-Instituts habe auch die Kommission zur Sozialstaatsreform genutzt. Cremer war Generalsekretär des Caritasverbandes und ist Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung.
Abgezogene Sozialleistungen wie Wohngeld oder Kinderzuschlag würden derzeit vor allem Alleinerziehende und Familien mit mehreren Kindern treffen, deren Bruttoverdienst zwischen 3.000 und 5.000 Euro liegt. „Das kann am Ende beim verfügbaren Einkommen nur einen Unterschied von gerade einmal 100 oder 200 Euro ausmachen. Unter dem Strich ist das zutiefst frustrierend.“ Eine entsprechende Reform würde Schätzungen zufolge etwa zwei bis drei Milliarden Euro kosten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Volkswirt Georg Cremer fordert Änderung der Anrechnungssysteme für Geringverdiener.
- Menschen mit wenig Einkommen sollen länger von staatlichen Hilfen profitieren.
- Reform würde schätzungsweise zwei bis drei Milliarden Euro kosten.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der finanziellen Situation von Geringverdienern
- Anreiz für Mehrverdienst schaffen
- Unterstützung von Alleinerziehenden und Familien erhöhen
Wer ist betroffen?
- Geringverdiener
- Alleinerziehende
- Familien mit mehreren Kindern
Zahlen/Fakten?
- 30 Cent von jedem Euro Mehrverdienst sollen bei der Familie verbleiben
- Bruttoverdienst von Alleinerziehenden und Familien liegt zwischen 3.000 und 5.000 Euro
- Reformkosten schätzungsweise zwei bis drei Milliarden Euro
Wie geht’s weiter?
- Änderung der Anrechnungssysteme für Geringverdiener anstreben
- Staatliche Hilfen für Menschen mit wenig Einkommen verlängern
- Reform würde zwei bis drei Milliarden Euro kosten
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