Dobrindt: Fortschritte bei Abschiebungsverhandlungen mit Syrien

1. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Dobrindt: Fortschritte bei Abschiebungsverhandlungen mit Syrien

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Rückführungen von Straftätern: Dobrindt in Berlin

() – Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) stehen die Gespräche mit über regelmäßige Rückführungen straffälliger Syrer kurz vor dem Abschluss.

„Straftäter wollen und werden wir regelmäßig zurückführen. Dazu stehen wir kurz vor einem Abschluss der Verhandlungen mit Syrien“, sagte Dobrindt den Zeitungen der Mediengruppe . Dobrindt stellte in Aussicht, auch selbst in das Land reisen zu wollen. „Wenn es notwendig ist, um Rückführungen möglich zu machen, bin ich dazu bereit. Aktuell laufen die Gespräche aber auf technischer Ebene und sind auf einem guten Weg.“

Dasselbe gelte für . „Wir arbeiten daran, die Gespräche mit den afghanischen Verantwortlichen zum Abschluss zu bringen. Mit den Vertretern in der Botschaft in können wir inzwischen Personendaten austauschen. Ich habe Verständnis dafür, dass Afghanistan prüfen will, ob die Betroffenen wirklich Staatsbürger sind. Sobald dieser Prozess stabil läuft, beginnen die regelmäßigen Rückführungen.“

Auf die Frage, ob er auch nach Afghanistan reisen würde, sagte der Minister: „Wenn es notwendig werden sollte, ja. Derzeit sieht es aber so aus, dass die technischen Verhandlungen ausreichen.“ Dobrindt schloss auch Abschiebungen von Frauen in das Land nicht aus. „Bei den Rückführungen nach Afghanistan geht es zunächst um Straftäter und Gefährder – das Gesetz unterscheidet da nicht zwischen Männern und Frauen. Bisher wurden allerdings nur Männer zurückgeführt.“

Den Vorwurf, Deutschland zahle für die Rückführungen einen politischen Preis wies Dobrindt zurück: „Es gibt keinen Preis. Mein Eindruck ist, dass die Verantwortlichen in Afghanistan zeigen wollen, dass sie international Verantwortung für ihre Staatsbürger übernehmen.“

In der Diskussion mit dem Auswärtigen Amt über die Aberkennung von Aufenthaltstiteln, falls anerkannte Flüchtlinge nach Syrien oder Afghanistan reisen, gab sich Dobrindt hart: „Wer in sein Herkunftsland reist, hat den Schutz in unserem Land offenbar nicht mehr nötig. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten sich auch aus der Ferne ein Bild von vor Ort zu machen: Über Freunde oder Familie, alle haben ein Handy und können sich informieren.“

Sogenannte „Erkundungsreisen“ hält Dobrindt für höchst missbrauchsanfällig. „Warum sollte jemand, der entspannt in sein Herkunftsland reisen kann, dort sogar Urlaub macht, dauerhaft nach Syrien zurückzukehren und beim Wiederaufbau zu helfen, wenn er problemlos nach Deutschland zurückkehren kann“, sagte der CSU-Politiker.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Alexander Dobrindt am 27.11.2025

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gespräche mit Syrien über Rückführungen straffälliger Syrer stehen kurz vor dem Abschluss.
  • Gespräche mit Afghanistan zur Rückführung von Straftätern und Gefährdern sind ebenfalls im Gange.
  • Dobrindt erachtet Erkundungsreisen in die Herkunftsländer als missbrauchsanfällig.

Warum ist das wichtig?

  • Gesprächsfortschritte zu Rückführungen straffälliger Syrer und Afghanen sind entscheidend für die Integration und Sicherheit in Deutschland.
  • Regelmäßige Rückführungen sollen die Verantwortlichkeit der Herkunftsländer stärken und potenzielle Straftäter abschrecken.
  • Klare Positionen zu Aufenthaltstiteln fördern Rechtssicherheit und verhindern Missbrauch von Schutzstatus.

Wer ist betroffen?

  • straffällige Syrer
  • afghanische Staatsbürger
  • Rückkehrende nach Syrien oder Afghanistan

Zahlen/Fakten?

  • Gespräche mit Syrien über Rückführungen straffälliger Syrer stehen kurz vor dem Abschluss.
  • Dobrindt bereit, nach Syrien zu reisen, wenn nötig.
  • Rückführungen nach Afghanistan sollen beginnen, sobald Daten mit Botschaft ausgetauscht werden können.

Wie geht’s weiter?

  • Abschluss der Verhandlungen mit Syrien über Rückführungen steht bevor
  • Gespräche mit der afghanischen Botschaft laufen, Personendaten können ausgetauscht werden
  • Regelmäßige Rückführungen nach Afghanistan geplant, zunächst für Straftäter und Gefährder
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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