Kaddor sieht keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer

29. März 2026
1 min Lesezeit

Kaddor sieht keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Politik: Syrien und Integration in Deutschland

() – Die Grünen-Politikerin Lamya Kaddor sieht im Vorfeld des Besuchs des syrischen Präsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer in .

„Wer sich aktiv gegen unser Land stellt, nicht arbeitet, kein Deutsch spricht, der muss auch nicht hierbleiben“, sagte Kaddor dem Nachrichtenmagazin Focus. „Das ist auch konkret mein Appell an die Syrer, die bis heute nicht in Deutschland angekommen sind“, so die Grünen-Bundestagsabgeordnete weiter. Wer sich der Integration völlig verweigere, solle „selbstverständlich keine Perspektive in Deutschland haben“.

Gleichzeitig hält Kaddor die Rückkehr der meisten Syrer in ihr Heimatland für unwahrscheinlich. „Ein Großteil derer, die vor zehn Jahren nach Deutschland kamen, haben heute Kinder, die hier geboren sind. Andere sind als Kinder oder Jugendliche nach Deutschland gekommen“, sagte Kaddor. Diese Syrer würden ihr Heimatland teilweise gar nicht kennen. „Liegt es wirklich in unserem bundesdeutschen Interesse, Menschen, die hier Wurzeln geschlagen haben, heimzuschicken?“

Den Besuch des umstrittenen Machthabers al-Scharaa begrüßt sie. „Gleichzeitig muss aus meiner Sicht aber auch die Agenda klar sein, über welche Themen man eigentlich mit ihm sprechen möchte.“ Man dürfe dem syrischen Präsidenten nicht den roten Teppich ausrollen. Sie forderte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) dazu auf, die Lage der Christen, Drusen, Kurden und Alawiten in anzusprechen.

Al-Scharaa wird am Montag in Berlin erwartet. Dabei sind Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Merz geplant. Der syrische Machthaber wird auch an einem deutsch-syrischen Wirtschafts-Roundtable mit Unternehmen teilnehmen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Lamya Kaddor (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Lamya Kaddor äußert, dass es keine Bleibeperspektive für nicht integrierte Syrer in Deutschland gibt.
  • Der Besuch von Präsident Ahmed al-Scharaa in Berlin wird begrüßt, jedoch soll die Agenda der Gespräche klar definiert sein.
  • Kaddor fordert Aufmerksamkeit auf die Lage von Minderheiten in Syrien.

Warum ist das wichtig?

  • Integration ist entscheidend für die Bleibeperspektive von Syrern in Deutschland.
  • Rückkehr der meisten Syrer ist unwahrscheinlich, da viele hier Wurzeln geschlagen haben.
  • Wichtigkeit der Thematisierung der Menschenrechtslage in Syrien bei offiziellen Gesprächen.

Wer ist betroffen?

  • nicht integrierte Syrer in Deutschland
  • Familien mit in Deutschland geborenen Kindern
  • Christen, Drusen, Kurden und Alawiten in Syrien

Zahlen/Fakten?

  • Keine Angabe

Wie geht’s weiter?

  • Appell an nicht integrierte Syrer, Deutschland zu verlassen
  • Kaddor fordert klare Themenagenda beim Besuch al-Scharaas
  • Gespräche über die Lage von Minderheiten in Syrien erforderlich
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