Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Mercosur-Abkommen und EU-Finanzplanung
Berlin () – Die Unionsfraktion bringt im Falle einer Ablehnung des Mercosur-Abkommens durch den EU-Rat eine Blockade der mehrjährigen Finanzplanung (MFR) der EU ins Spiel. Den deutschen Anrainerstaaten müsse klar sein, „wenn Deutschland nicht wieder zu der Exportstärke zurückkommt, dann werden wir volkswirtschaftlich, finanziell keine weiteren zusätzlichen Lasten für einen aufsteigenden mehrjährigen Finanzrahmen tragen können“, sagte Unionsfraktionsvize Sepp Müller dem Nachrichtenmagazin Politico.
Von der deutschen Handelsstärke würden auch die übrigen EU-Staaten profitieren, sagte Müller weiter. Durch die Exportkrise mit den USA und China sei Deutschland auf der Suche nach neuen Partnern. „Jetzt muss Europa sich bekennen: Will es die deutsche Volkswirtschaft wieder auf den Wachstumpfad bringen – und somit den größten Nettozahler in die europäischen Kassen unterstützen und wachsen lassen?“, so Müller.
Bei einer Ablehnung im Europäischen Rat müsse man die Frage stellen, welche Möglichkeiten dann noch für die deutsche Volkswirtschaft bestehen, einen mehrjährigen Finanzrahmen, der wachsen soll, zukünftig finanziell zu unterstützen. Er selbst sei noch in intensiven Gesprächen, „gemeinsam mit Brüssel und anderen Partnerparteien, um hier die Möglichkeiten auszuloten, dass es eine qualifizierte Mehrheit für das Mercosur-Abkommen gibt“.
Am Dienstag nahm Mercosur die wichtige Hürde im Europäischen Parlament, allerdings mit einigen Änderungswünschen, etwa schärferen Schutzmaßnahmen für Landwirte. Am heutigen Mittwoch schließen sich die Trilog-Verhandlungen an. Die Mitgliedstaaten hatten dem Kompromiss der EU-Kommission zugestimmt.
Der Europäische Rat muss das Abkommen annehmen, damit es dieses Jahr noch unterzeichnet werden kann. Bisher droht neben Polen und Frankreich auch Italien mit einer Ablehnung – was eine qualifizierte Mehrheit nur knapp möglich macht.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | EU-Fahnen (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Unionsfraktion droht mit Blockade der EU-Finanzplanung bei Ablehnung des Mercosur-Abkommens.
- Deutschland sucht neue Handelspartner wegen der Exportkrise mit den USA und China.
- Mehrere Mitgliedstaaten, darunter Polen, Frankreich und Italien, könnten mit Ablehnung des Abkommens drohen.
Warum ist das wichtig?
- Bedeutung der deutschen Exportstärke für die EU-Finanzplanung
- Mögliche finanzielle Unterstützung für den mehrjährigen Finanzrahmen hängt von der Annahme des Mercosur-Abkommens ab
- Entscheidung des Europäischen Rates könnte Auswirkungen auf die deutsche Volkswirtschaft und die EU insgesamt haben
Wer ist betroffen?
- EU-Rat
- deutsche Anrainerstaaten
- deutsche Volkswirtschaft
Zahlen/Fakten?
- Deutschland könnte bei Ablehnung des Mercosur-Abkommens die mehrjährige Finanzplanung der EU blockieren.
- Deutsche Exportstärke als wesentliche finanzielle Grundlage für die Unterstützung des EU-Finanzrahmens.
- Mercosur hat wichtige Hürde im Europäischen Parlament genommen; mehrere Mitgliedstaaten drohen jedoch mit Ablehnung.
Wie geht’s weiter?
- Blockade der mehrjährigen Finanzplanung durch die Unionsfraktion im Falle einer Ablehnung des Abkommens
- Intensives Sondieren von Möglichkeiten für eine qualifizierte Mehrheit im Europäischen Rat
- Europäischer Rat muss Abkommen annehmen, um es 2023 zu unterzeichnen
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