Thüringer Umweltminister fordert Augenmaß bei Infrastrukturgesetz

30. Januar 2026
1 min Lesezeit

Thüringer Umweltminister fordert Augenmaß bei Infrastrukturgesetz

Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Infrastruktur und Umweltschutz in Thüringen

() – Thüringens Umweltminister Tilo Kummer hat sich für Augenmaß bei der geplanten Beschleunigung von Infrastrukturprojekten ausgesprochen. Anlässlich der ersten Lesung des Infrastruktur-Zukunftsgesetzes im Bundesrat an diesem Samstag teilte das Ministerium mit, dass einige Verfahren beschleunigt werden könnten, ohne dass Umweltstandards litten.

Kritisch sieht Kummer jedoch den Versuch des Bundes, künftig selbst über die Kompensation von Eingriffen in die Natur bei eigenen Investitionen zu entscheiden.

Dies widerspreche dem Gebot des ortsnahen Ausgleichs und würde die Akzeptanz von Maßnahmen vor Ort gefährden, so der Minister. Die zuständigen kommunalen und Landesnaturschutzbehörden müssten weiterhin selbst entscheiden können, wie und wo eine notwendige Kompensation stattfindet.

Das Gesetz soll Planungs- und Genehmigungsverfahren, vor allem im Verkehrs- und Energiebereich, effizienter machen.

Zudem befasst sich der Bundesrat mit einer Änderung des Bundesjagdgesetzes, die den Wolf einbezieht. Kummer begrüßte, dass der günstige Erhaltungszustand der Wolfspopulation auf Basis aktueller Zahlen festgestellt wurde.

Die geplante Regelung würde es ermöglichen, Problemwölfe, die sich nicht durch Herdenschutzmaßnahmen abhalten lassen, rechtssicher zu bejagen. Dies sei ein wichtiger Schritt zum Schutz der Weidetierhaltung.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Thüringer Landtag (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Thüringens Umweltminister Tilo Kummer spricht sich für Augenmaß bei der Beschleunigung von Infrastrukturprojekten aus.
  • Kummer kritisiert den Versuch des Bundes, über die Kompensation von Eingriffen in die Natur selbst zu entscheiden.
  • Der Bundesrat befasst sich mit einer Änderung des Bundesjagdgesetzes, die rechtssichere Bejagung von Problemwölfen ermöglicht.

Warum ist das wichtig?

  • Sicherstellung von Umweltstandards trotz Beschleunigung von Infrastrukturprojekten
  • Wahrung des ortsnahen Ausgleichs bei Naturveränderungen
  • Schutz der Weidetierhaltung durch rechtssichere Bejagung von Problemwölfen

Wer ist betroffen?

  • Thüringens Umweltminister Tilo Kummer
  • Kommunale und Landesnaturschutzbehörden
  • Weidetierhalter

Zahlen/Fakten?

  • Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Bundesrat am Samstag behandelt
  • Gesetz soll Planungs- und Genehmigungsverfahren effizienter machen
  • Günstiger Erhaltungszustand der Wolfspopulation festgestellt

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Diskussion über das Infrastruktur-Zukunftsgesetz im Bundesrat
  • Klares Bekenntnis zurortsnahen Kompensation von Eingriffen in die Natur
  • Weitere Regelungen zum Umgang mit Problemwölfen in Planung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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