Politik: AfD-Verbot in Deutschland
Berlin () – Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) soll sich intern dafür ausgesprochen haben, zeitnah ein Verbotsverfahren gegen die AfD anzustoßen. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf mehrere Quellen.
In der letzten Sitzung des SPD-Präsidiums vor der Sommerpause soll Pistorius intensiv dafür geworben haben, nächste Schritte zu einem Verbot zu gehen.
Nachdem die Gesellschaft für Freiheitsrechte Ende Juni ein neues Gutachten zur AfD veröffentlicht hatte, seien aus Pistorius` Sicht die Voraussetzungen da, einen Verbotsantrag zu stellen. Einfach abwarten und nichts tun, sei keine Option mehr.
Die SPD müsse den Prozess jetzt vorantreiben, sagte Pistorius dem Vernehmen nach.
Auch Georg Maier (SPD), Innenminister in Thüringen, wirbt für ein Verbotsverfahren. „Die Debatte über ein AfD-Verbot wird leider noch immer so geführt, als ginge es vor allem um eine politische Mutprobe“, sagte Maier dem „Spiegel“.
Dabei verpflichte die wehrhafte Demokratie zum Handeln, wenn die Grundlagen der freiheitlichen Ordnung angegriffen würden. „Ich appelliere an die Union, dieser historischen Verantwortung gerecht zu werden.“
Auch in der Union sprechen sich einzelne Stimmen für ein Verbotsverfahren aus.
„Es braucht endlich den Antrag an das Bundesverfassungsgericht, die Verfassungsmäßigkeit der AfD zu prüfen“, sagte etwa Dennis Radtke, Chef des Arbeitnehmerflügels der Union, dem „Spiegel“. Nur das Verfassungsgericht könne darüber entscheiden.
Es sei „höchste Zeit, Karlsruhe damit zu beauftragen“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | AfD-Logo (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Thüringen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Verteidigungsminister Boris Pistorius soll sich intern dafür ausgesprochen haben, zeitnah ein Verbotsverfahren gegen die AfD anzustoßen
- Pistorius soll bei einer Sitzung des SPD-Präsidiums vor der Sommerpause dafür geworben haben, nächste Schritte für ein AfD-Verbot voranzutreiben
- Georg Maier und weitere Stimmen aus der Union werben laut Bericht ebenfalls für ein Verbotsverfahren bzw. einen Antrag ans Bundesverfassungsgericht
Warum ist das wichtig?
- Damit die wehrhafte Demokratie bei Angriffen auf die Grundlagen der freiheitlichen Ordnung nicht untätig bleibt
- Um das Bundesverfassungsgericht mit der Prüfung der Verfassungsmäßigkeit der AfD zu beauftragen und verbindlich klären zu lassen
Wer ist betroffen?
- Boris Pistorius (SPD), Verteidigungsminister
- Georg Maier (SPD), Innenminister in Thüringen
- Dennis Radtke, Chef des Arbeitnehmerflügels der Union
Zahlen/Fakten?
- Pistorius soll sich intern dafür ausgesprochen haben, zeitnah ein Verbotsverfahren gegen die AfD anzustoßen
- SPD-Präsidiumssitzung vor der Sommerpause; Pistorius soll dort intensiv dafür geworben haben, nächste Schritte zu einem Verbot zu gehen
- Gesellschaft für Freiheitsrechte veröffentlichte Ende Juni ein neues Gutachten zur AfD, das Pistorius als Grundlage für einen Verbotsantrag sieht
Wie geht’s weiter?
- Pistorius soll intern dafür werben, zeitnah nächste Schritte für ein Verbotsverfahren gegen die AfD anzustoßen
- Grundlage sollen das neue Gutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte und die Annahme sein, dass jetzt ein Verbotsantrag möglich ist
- Aufrufe an die Union, einen Antrag ans Bundesverfassungsgericht zu stellen und Karlsruhe zur Prüfung der Verfassungsmäßigkeit zu beauftragen
- Ermittlungen nach Tötungsdelikt in Ortrand - 25. Juli 2026
- 81-jährige Kleefelderin tot am Annateich aufgefunden - 25. Juli 2026
- Kramer warnt vor Alarmismus nach KI-Hackerangriff - 25. Juli 2026
