Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Umweltstandards im EU-Handelsabkommen gefordert
Kiel () – Die SSW-Abgeordnete Jette Waldinger-Thiering hat im Landtag gefordert, das geplante EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten nur bei verbindlichen Umweltstandards zu akzeptieren. Das teilte die Fraktion mit.
Sie warnte davor, dass ansonsten für Agrarimporte nach Europa mehr Regenwald abgeholzt und indigene Bevölkerungen vertrieben werden könnten.
Waldinger-Thiering äußerte sich in einer Debatte über einen Dringlichkeitsantrag zur EU-Mercosur-Partnerschaft. Sie kritisierte, das Abkommen wirke wie aus dem letzten Jahrhundert und begünstige vor allem den Export europäischer Autos gegen südamerikanische Rohstoffe.
Die heimische Landwirtschaft fürchte dagegen billige Konkurrenz aus Übersee, während der wirtschaftliche Nutzen für Schleswig-Holstein fraglich sei.
Trotz der inhaltlichen Kritik hält die Abgeordnete das Abkommen in der aktuellen Weltlage für ein wichtiges politisches Signal. Es zeige, dass Europa weiterhin bereit sei, verbindlich mit anderen Regionen zusammenzuarbeiten.
Voraussetzung müsse jedoch sein, dass ökologische und soziale Standards einklagbar und sanktionierbar festgeschrieben werden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Hafen von Rio de Janeiro (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- SSW-Abgeordnete Jette Waldinger-Thiering fordert verbindliche Umweltstandards für das EU-Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten.
- Es wird gewarnt, dass ohne solche Standards mehr Regenwald abgeholzt und indigene Bevölkerungen vertrieben werden könnten.
- Die Abgeordnete sieht das Abkommen als wichtiges politisches Signal, betont jedoch die Notwendigkeit für einklagbare ökologische und soziale Standards.
Warum ist das wichtig?
- Verbindliche Umweltstandards sind entscheidend zum Schutz von Regenwald und indigenen Bevölkerungen.
- Das Abkommen kann als wichtiges politisches Signal für internationale Zusammenarbeit gelten.
- Wirtschaftlicher Nutzen für die heimische Landwirtschaft und Schleswig-Holstein muss bewertet werden.
Wer ist betroffen?
- indigene Bevölkerungen
- heimische Landwirtschaft
- europäische Autohersteller
Zahlen/Fakten?
- Abgeordnete fordert verbindliche Umweltstandards für EU-Mercosur-Abkommen
- Bedenken bezüglich Abholzungsraten und Vertreibung indigener Bevölkerungen
- Europäischer Autoexport gegenüber südamerikanischen Rohstoffen kritisiert
Wie geht’s weiter?
- EU-Handelsabkommen mit verbindlichen Umweltstandards akzeptieren
- Ökologische und soziale Standards müssen einklagbar sein
- Warnung vor Abholzung und Vertreibung von indigenen Bevölkerungen
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