Schleswig-Holstein - Was ist passiert – was dahinter steckt
Politik: Forderung nach Ermittlungsneuaufnahme in Lübeck
Lübeck () – Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein hat anlässlich des 30. Jahrestages des Brandanschlags in der Lübecker Hafenstraße ein erneutes Aufrollen der Ermittlungen gefordert. Das teilte der innen- und rechtspolitische Sprecher der Fraktion, Jan Kürschner, am Freitag mit.
Kürschner sagte, der schreckliche Anschlag mit zehn Todesopfern und 38 Verletzten liege nun 30 Jahre zurück.
Der Tatverdacht gegen vier Männer aus Grevesmühlen bestehe bis heute fort. Aus seiner Sicht spreche einiges dafür, dass die vier mit dem Anschlag zu tun hatten und aus einem rechtsextremen Motiv handelten.
Die bisherigen Ermittlungsergebnisse hätten aus Sicht der Staatsanwaltschaft jedoch nicht für eine Anklage gereicht.
Der Politiker kündigte an, er werde darauf hinwirken, dass das Ermittlungsverfahren bei der „Cold Case Unit“ des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein nochmals aufgenommen wird. Außerdem mache er sich für eine wissenschaftliche Aufarbeitung des gesamten Komplexes um den Lübecker Brandanschlag von 1996 stark.
Die „Cold Case Unit“ war in Folge der Aufarbeitung des NSU eingerichtet worden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Grünen-Logo (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Grünen-Fraktion in Schleswig-Holstein fordert erneutes Ermittlungsverfahren zum Lübecker Brandanschlag.
- Tatverdacht gegen vier Männer aus Grevesmühlen besteht weiterhin.
- Politiker kündigt wissenschaftliche Aufarbeitung des Falls an.
Warum ist das wichtig?
- Erneute Aufrollung der Ermittlungen könnte zur Aufklärung eines ungelösten Falls beitragen.
- Erinnerung an das Geschehen fördert das Bewusstsein für rechtsextreme Gewalttaten.
- Wissenschaftliche Aufarbeitung kann historische und gesellschaftliche Zusammenhänge verdeutlichen.
Wer ist betroffen?
- Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein
- vier Männer aus Grevesmühlen
- Opfer des Brandanschlags (zehn Todesopfer und 38 Verletzte)
Zahlen/Fakten?
- 10 Todesopfer
- 38 Verletzte
- 30 Jahre seit dem Anschlag
Wie geht’s weiter?
- Ermittlungsverfahren bei der "Cold Case Unit" des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein erneut aufnehmen
- Wissenschaftliche Aufarbeitung des Lübecker Brandanschlags von 1996 anstoßen
- Fortdauernde Prüfung des Tatverdachts gegen die vier Männer aus Grevesmühlen
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