Sachsen-Anhalt - Was ist passiert – was dahinter steckt
Agrarpolitik und Landesinteressen in Magdeburg
Magdeburg () – Der Bundesrat hat einer von Sachsen-Anhalt initiierten Bundesratsinitiative zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 zugestimmt. Das hat die Staatskanzlei in Magdeburg mitgeteilt.
Die Länder fordern die Bundesregierung darin auf, die Interessen der Länder stärker zu berücksichtigen und die Einführung von verpflichtenden Regelungen zur Kappung und Degression der Direktzahlungen zu verhindern.
Die Initiative wurde von Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg getragen. Bereits vor zwei Wochen hatten die Regierungschefs der Länder auf Initiative Sachsen-Anhalts und Rheinland-Pfalz im Rahmen der Ministerpräsidentenkonferenz eine gemeinsame Position zur Zukunft der GAP beschlossen.
Mit dem heutigen Beschluss des Bundesrates erhält diese Länderposition zusätzliches politisches Gewicht für die anstehenden Verhandlungen mit der Europäischen Union.
Ministerpräsident Sven Schulze erklärte: „Innerhalb weniger Wochen haben wir zunächst die Ministerpräsidentenkonferenz und jetzt auch den Bundesrat hinter einer klaren Position versammelt. Das ist ein starkes Signal an die Bundesregierung und nach Brüssel.
Gerade für die ostdeutschen Betriebe ist entscheidend, dass die unterschiedlichen Agrarstrukturen auch künftig berücksichtigt werden. Unser Grundsatz bleibt: Jeder Hektar ist gleich viel wert.“ Mit der Entschließung sprechen sich die Länder insbesondere dafür aus, die GAP auch künftig als eigenständigen Politikbereich mit einem verlässlichen Budget zu erhalten, die verpflichtende Kappungs- und Degressionsregelungen bei den Direktzahlungen abzulehnen und die Förderung der ländlichen Entwicklung dauerhaft abzusichern.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Sitzung des Bundesrates am 10.07.2026 |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bundesrat stimmt Bundesratsinitiative zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 zu
- Länder fordern stärkere Berücksichtigung ihrer Interessen und Ablehnung verpflichtender Regelungen zur Kappung und Degression der Direktzahlungen
- Initiative wurde von Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg getragen
Warum ist das wichtig?
- Stärkung der Interessen der Länder in der Agrarpolitik
- Einfluss auf zukünftige Verhandlungen mit der EU
- Sicherstellung verlässlicher Förderungen für ländliche Entwicklung und Agrarstrukturen
Wer ist betroffen?
- Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Brandenburg
- Landwirtschaftliche Betriebe in Ostdeutschland
- Bundesregierung und Europäische Union
Zahlen/Fakten?
- Zustimmung des Bundesrats zur GAP-Initiative ab 2028
- Mitgetragen von Sachsen-Anhalt, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Brandenburg
- Ablehnung von Kappungs- und Degressionsregelungen bei Direktzahlungen
Wie geht’s weiter?
- Bundesregierung auffordern, Interessen der Länder stärker zu berücksichtigen
- Einführung von verpflichtenden Regelungen zur Kappung und Degression der Direktzahlungen verhindern
- GAP als eigenständigen Politikbereich mit verlässlichem Budget erhalten
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