Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bildungspolitik Nordrhein-Westfalen im Fokus
Düsseldorf () – Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat eine umfassende Reform der Lehrerausbildung auf den Weg gebracht. Der Schul- und der Wissenschaftsausschuss des Landtags haben die Beratungen dazu abgeschlossen, wie das Schulministerium am Donnerstag mitteilte.
Ziel sei es, das Studium praxisnäher zu gestalten, den Vorbereitungsdienst zu stärken und neue Wege zur Gewinnung von Lehrkräften zu eröffnen.
Die Reform ist ein zentraler Bestandteil des Schulkompasses NRW 2030.
Künftig sollen angehende Lehrer während des Studiums noch enger an den Schulalltag herangeführt werden. Das Eignungs- und Orientierungspraktikum wird verlängert, und das Berufsfeldpraktikum soll grundsätzlich an Schulen stattfinden.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Lehramt für sonderpädagogische Förderung: Die Ausbildung wird stärker auf ein vertieft zu studierendes Unterrichtsfach konzentriert und auf die Vermittlung von Basis- und Diagnosekompetenzen ausgerichtet. Erstmals wird zudem „Deutsch als Zweitsprache“ als eigenständiges Lehramtsfach eingeführt, zunächst für Haupt-, Real-, Sekundar- und Gesamtschulen.
Um zusätzliche Lehrkräfte zu gewinnen, ermöglicht die Reform einen Modellversuch mit Hochschulen für angewandte Wissenschaften, die künftig lehramtsbezogene Masterabschlüsse in technischen Fachrichtungen anbieten können.
Auch der Seiteneinstieg wird erweitert: Unter bestimmten Voraussetzungen erhalten Bewerber mit nur einem Unterrichtsfach Zugang zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst. Die grundständige Ausbildung mit zwei Fächern bleibt aber der Regelfall.
Bereits Anfang des Jahres wurde der Vorbereitungsdienst praxisnäher gestaltet und die Staatsprüfung modernisiert, bei der die kontinuierliche Ausbildungsleistung künftig stärker gewichtet wird.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Klassenraum in einer Schule (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Nordrhein-Westfalen reformiert die Lehrerausbildung.
- Studium wird praxisnäher gestaltet, Vorbereitungsdienst gestärkt.
- Einführung von "Deutsch als Zweitsprache" als eigenständiges Lehramtsfach.
Warum ist das wichtig?
- Praxisnahe Lehrerausbildung erhöht die Qualität des Unterrichts.
- Erweiterte Zugangsmöglichkeiten für Seiteneinsteiger stärken den Lehrkräftepool.
- Einführung neuer Lehramtsfächer verbessert die Chancen auf individuelle Förderung von Schülern.
Wer ist betroffen?
- angehende Lehrer
- Bewerber mit nur einem Unterrichtsfach
- Studierende der Hochschulen für angewandte Wissenschaften
Zahlen/Fakten?
- Reform der Lehrerausbildung in Nordrhein-Westfalen
- Einführung von "Deutsch als Zweitsprache" als Lehramtsfach
- Erweiterung des Seiteneinstiegs für Bewerber mit einem Unterrichtsfach
Wie geht’s weiter?
- Praxisnäherer Unterricht für angehende Lehrer
- Einführung von "Deutsch als Zweitsprache" als Lehramtsfach
- Erweiterung des Seiteneinstiegs in den Vorbereitungsdienst
- Studie: Jede dritte deutsche Erfindung in ausländischer Hand - 4. Juni 2026
- Unfälle, Diebstähle und Kinderansprache: Polizei Dresden zieht Bilanz - 4. Juni 2026
- Verletzte nach Familienstreit in Ludwigshafen - 4. Juni 2026

