Hessen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Sicherheit im Umgang mit Reichsbürgern in Hessen
Wiesbaden () – Das hessische Innenministerium hat eine aktualisierte Broschüre zum Umgang mit sogenannten Reichsbürgern und Selbstverwaltern an alle Kommunen im Land verschickt. Das teilte Innenminister Roman Poseck (CDU) am Freitag in Wiesbaden mit.
Die Handreichung soll Mitarbeitern in den Rathäusern und Behörden mehr Sicherheit im Kontakt mit Anhängern der Szene geben und enthält konkrete Verhaltensregeln für den persönlichen und telefonischen Umgang.
Poseck betonte, dass es sich bei den Reichsbürgern nicht um harmlose Sonderlinge handle. Sie lehnten die Bundesrepublik Deutschland und ihr Rechtssystem ab und versuchten, staatliches Handeln zu behindern, nicht selten mit Gewalt.
Als Beispiel nannte er die Umsturzpläne der Gruppierung um Heinrich XIII. Prinz Reuß. Laut dem Verfassungsschutzbericht 2024 gibt es in Hessen etwa 1.250 Personen dieser Szene, von denen rund 150 dem Rechtsextremismus zugeordnet werden.
Die Szene zeige eine hohe Waffenaffinität und zunehmende Gewaltbereitschaft, so das Ministerium.
Im Jahr 2025 seien 25 Verfassungsfeinden die Waffenerlaubnis entzogen oder versagt und neun Waffen eingezogen worden. Die Broschüre, die bereits in einer ersten Auflage 2024 erschien, wurde um aktuelle Entwicklungen wie die Rolle sozialer Medien als Radikalisierungsbeschleuniger ergänzt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Rathaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hessisches Innenministerium verschickt aktualisierte Broschüre zum Umgang mit Reichsbürgern an Kommunen
- Broschüre soll Sicherheit im Kontakt mit Anhängern der Szene bieten und enthält Verhaltensregeln
- Rund 1.250 Personen in Hessen gehören zur Szene, davon etwa 150 dem Rechtsextremismus zugeordnet
Warum ist das wichtig?
- Sicherheit der Mitarbeiter in Kommunen im Umgang mit Reichsbürgern erhöhen
- Sensibilisierung für die Gefahren durch die Szene, die gewaltsame Umsturzpläne verfolgt
- Aktuelle Entwicklungen wie Radikalisierungsprozesse durch soziale Medien berücksichtigen
Wer ist betroffen?
- Mitarbeiter in Rathäusern und Behörden
- Anhänger der Reichsbürger- und Selbstverwalterszene
- Personen, die dem Rechtsextremismus zugeordnet werden
Zahlen/Fakten?
- Laut Verfassungsschutzbericht 2024 gibt es in Hessen etwa 1.250 Reichsbürger und Selbstverwalter
- Rund 150 dieser Personen werden dem Rechtsextremismus zugeordnet
- Im Jahr 2025 wurden 25 Verfassungsfeinden die Waffenerlaubnis entzogen oder versagt, neun Waffen eingezogen
Wie geht’s weiter?
- Umsetzung der Verhaltensregeln in den Kommunen
- Fortlaufende Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter
- Beobachtung und Auswertung der Entwicklungen in der Szene
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