Hamburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Arbeitsschutz in Hamburg: Herausforderungen und Kritik
Hamburg () – Die Hamburger Arbeitsschutzaufsicht ist nach Angaben der Linksfraktion nicht in der Lage, die ab diesem Jahr geltende gesetzliche Mindestprüfquote zu erfüllen. Das teilte die Fraktion am Freitag mit.
Das Arbeitsschutzkontrollgesetz schreibt vor, dass ab 2026 jährlich mindestens fünf Prozent der Betriebe kontrolliert werden müssen.
Im vergangenen Jahr lag die Quote in Hamburg jedoch nur bei 2,38 Prozent, wie aus der Antwort des Senats auf eine parlamentarische Anfrage hervorgeht.
Für die Einhaltung der Vorgabe müsste der Senat die Prüftätigkeit mehr als verdoppeln. Derzeit ist eine Gewerbeaufsichtsbeamtin oder ein Gewerbeaufsichtsbeamter für durchschnittlich 878 Betriebe zuständig.
Zur Steigerung der Quote hat der Senat für dieses Jahr fünf neue Stellen eingeplant, die jedoch frühestens 2027 nach einer anderthalbjährigen Einarbeitung voll einsatzfähig sein werden. Gleichzeitig hat sich die Zahl der festgestellten Mängel in der betrieblichen Arbeitsschutzorganisation zwischen 2020 und 2025 mehr als verdoppelt.
Der gewerkschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Kay Jäger, kritisierte das Vorgehen des Senats.
„Der Senat reagiert auf dieses Problem viel zu spät und völlig unzureichend“, teilte Jäger mit. Er wies darauf hin, dass Bußgelder nur selten verhängt würden – 2023 gab es demnach überhaupt keine.
Im vergangenen Jahr habe die durchschnittliche Bußgeldhöhe bei nur etwa 200 Euro gelegen. Zudem würden zentrale Daten zu Verstößen statistisch nicht erfasst oder seien nicht auswertbar.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hamburger Arbeitsschutzaufsicht kann Mindestprüfquote ab 2026 nicht erfüllen.
- Im vergangenen Jahr lag die Prüfungsquote bei nur 2,38 Prozent.
- Der Senat plant fünf neue Stellen, die erst 2027 einsatzfähig sind.
Warum ist das wichtig?
- Einhaltung der gesetzlichen Mindestprüfquote zur Verbesserung des Arbeitsschutzes
- Aktuelle Kontrollquote liegt deutlich unter den Vorgaben, was auf Missmanagement hinweist
- Fehlende Bußgelder und unzureichende Datenanalysen erschweren konsequente Maßnahmen
Wer ist betroffen?
- Gewerbeaufsichtsbeamte
- Betriebe in Hamburg
- Senat von Hamburg
Zahlen/Fakten?
- Ab 2026 müssen jährlich mindestens fünf Prozent der Betriebe kontrolliert werden
- 2022 lag die Kontrollquote in Hamburg bei 2,38 Prozent
- Durchschnittlich ist ein Gewerbeaufsichtsbeamter für 878 Betriebe zuständig
Wie geht’s weiter?
- Senat muss Prüftätigkeit mehr als verdoppeln
- Fünf neue Stellen ab 2027 eingeplant
- Keine statistische Erfassung zentraler Daten zu Verstößen
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