Länder-Bauministerinnen kritisieren Wohngeld-Kürzungspläne

1. Juli 2026
1 min Lesezeit

Länder-Bauministerinnen kritisieren Wohngeld-Kürzungspläne

Bremen - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wohngeldkürzungen in Berlin: Politische Kontroversen

() – Die geplanten Kürzungen beim Wohngeld stoßen bei den Bauministerinnen der Länder auf scharfe Kritik.

„Diese drastische Kürzung ist sozialpolitisch eine Rolle rückwärts und zerstört Vertrauen“, sagte die Bremer Bausenatorin Özlem Ünsal (SPD) dem „Redaktionsnetzwerk “ (Mittwochausgaben).

Der Bund habe den betroffenen Haushalten 2023 Entlastung versprochen. „Dieses Versprechen bricht er jetzt“, kritisierte die SPD-Politikerin.

Sie bezog sich damit auf die letzte Wohngeld-Reform, die eine Erweiterung des Empfängerkreises zur Folge hatte. Für die nun geplanten Kürzungen ist Bauministerin Verena Hubertz (SPD) auf die Zustimmung der Länder im Bundesrat angewiesen.

„Gespart wird damit nichts“, kritisierte Ünsal.

„Das ist eine reine Lastenverschiebung. Wer aus dem Wohngeld fällt und die Miete nicht mehr stemmt, landet im Bürgergeld oder in der Grundsicherung im Alter“, erklärte die Senatorin.

Dann zahlten Länder und Kommunen die Unterkunftskosten, während der Bund seine Sparvorgabe abhake. Für als Stadtstaat hieße das, die Folgen doppelt zu tragen.

„Das ist nicht vertretbar“, sagte die Sozialdemokratin.

Auch Baden-Württembergs Bauministerin hält von den Plänen wenig. „Es ist ein schwieriges Signal, den Haushalt ausgerechnet auf Kosten von Menschen mit geringen Einkommen sanieren zu wollen“, sagte Theresa Schopper (Grüne) den Zeitungen.

Dass der Bund erst den Kreis der Berechtigten erweitert habe und es nun wieder in die „andere Richtung“ gehe, beschädige Vertrauen in die Politik.

„Statt echter Verwaltungsvereinfachungen setzt der Entwurf vor allem auf Einsparungen. Das ist der falsche Weg“, kritisierte die Grünen-Politikerin.

Länder und Kommunen erhielten für die tiefgreifenden Änderungen kaum Zeit, fügte sie hinzu. „Das stellt die Wohngeldbehörden vor nahezu unlösbare Aufgaben und erschwert eine geordnete Umsetzung erheblich.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wohnungen in einem Plattenbau (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Geplante Kürzungen beim Wohngeld stoßen auf scharfe Kritik von Bauministerinnen.
  • Bremer Bausenatorin Özlem Ünsal kritisiert, dass der Bund sein Versprechen zur Entlastung der Haushalte bricht.
  • Ministerin Theresa Schopper aus Baden-Württemberg bezeichnet die Kürzungen als falsches Signal und schädlich für das Vertrauen in die Politik.

Warum ist das wichtig?

  • Soziale Ungerechtigkeit für einkommensschwache Haushalte
  • Vertrauensverlust in die Politik durch widersprüchliche Entscheidungen
  • Erhöhte finanzielle Belastungen für Länder und Kommunen

Wer ist betroffen?

  • Haushalte, die Wohngeld empfangen
  • Länder und Kommunen, die Unterkunftskosten übernehmen müssen
  • Menschen mit geringen Einkommen

Zahlen/Fakten?

  • 2023 versprochene Entlastung für betroffene Haushalte.
  • Geplante Kürzungen erfordern Zustimmung der Länder im Bundesrat.
  • Kürzungen führen zu Lastenverschiebung von Wohngeld zu Bürgergeld oder Grundsicherung.

Wie geht’s weiter?

  • Zustimmung der Länder im Bundesrat für Kürzungen erforderlich
  • Mögliche Verschiebung der Kosten auf Länder und Kommunen
  • Umsetzung der Änderungen könnte für Wohngeldbehörden problematisch sein
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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