Ukraine-Bericht kritisiert Skynex-System – Rheinmetall widerspricht

2. Juli 2026
1 min Lesezeit

Ukraine-Bericht kritisiert Skynex-System – Rheinmetall widerspricht

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Militärtechnik in der Ukraine: Herausforderungen und Kritiken

Kiew () – Ein interner Bericht aus ukrainischen Militärkreisen kritisiert das Flugabwehrsystem Skynex des Rüstungskonzerns Rheinmetall. Das berichtet der „Stern“.

Das Dokument beschreibt demnach technische Probleme bei einem Einsatz während eines russischen Drohnenangriffs. Rheinmetall wies die Vorwürfe gegenüber dem Magazin zurück und erklärte, das System habe sich in der als „außerordentlich effektiv und zuverlässig“ erwiesen.

Nach Angaben des ukrainischen Berichts soll Skynex am 1. April beim Schutz eines Industriegeländes im Westen der Ukraine weitgehend versagt haben. Eine russische Shahed-Drohne habe trotz mehrfacher Erfassungsmöglichkeiten nicht abgeschossen werden können. Zwei voneinander unabhängige Beteiligte hätten den Drohneneinschlag bestätigt. Dem Bericht zufolge sollen zum Schutz des Geländes zwei Skynex-Systeme mit insgesamt acht 35-Millimeter-Kanonen, zwei Radaren und zwei Kommandoposten im Einsatz gewesen sein.

Als Ursache nennt das Dokument eine Kombination aus technischen Defekten und Problemen bei der Zielverfolgung. Demnach fielen innerhalb weniger Minuten drei der acht Geschütze unter anderem wegen Hydraulikdefekten, eines Ausfalls des Verfolgungsradars sowie einer Ladehemmung aus. Am Ende hätten lediglich zwei der acht Kanonen das Ziel stabil verfolgen können.

Das Fazit des Berichts fällt ernüchternd aus: Das System habe eine „geringe technische Einsatzbereitschaft“ gezeigt, „äußerst unzuverlässig“ gearbeitet und nicht den vom Hersteller angegebenen technischen Spezifikationen entsprochen.

Rheinmetall lehnte auf Nachfrage eine Stellungnahme zu konkreten Einsatzdetails und Einsatztagen aus Sicherheitsgründen ab. Ein Unternehmenssprecher erklärte, Skynex habe sich in der Ukraine „als außerordentlich effektiv und zuverlässig erwiesen“. Dies sei dem Konzern auch von ukrainischer Seite bestätigt worden.

Ein deutscher Militärvertreter sagte, für ein abschließendes Urteil über die Qualität der Waffensysteme seien bislang noch zu wenige Skynex-Geschütze im Einsatz. Zudem könnten auch Bedienerfehler den Ausfall verursacht haben.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Rheinmetall (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Interner Bericht kritisiert Rheinmetall Flugabwehrsystem Skynex wegen technischer Probleme.
  • Skynex soll am 1. April bei einem Drohnenangriff weitgehend versagt haben, obwohl mehrere Systeme eingesetzt wurden.
  • Bericht benennt unzureichende technische Einsatzbereitschaft und Probleme bei der Zielverfolgung als Ursachen.

Warum ist das wichtig?

  • Technische Probleme des Skynex-Systems könnten die Effektivität der Luftabwehr in der Ukraine beeinträchtigen.
  • Versagen bei einem Drohnenangriff könnte das Vertrauen in die gelieferten Waffen gefährden.
  • Unzureichende technische Einsatzbereitschaft könnte die Sicherheitslage verschlechtern.

Wer ist betroffen?

  • Ukrainisches Militär
  • Rheinmetall
  • Beteiligte am Drohneneinsatz

Zahlen/Fakten?

  • Skynex hatte am 1. April beim Schutz eines Industriegebiets weitgehend versagt.
  • Einsatz von zwei Skynex-Systemen mit acht 35-Millimeter-Kanonen, zwei Radaren und zwei Kommandoposten.
  • Drei der acht Geschütze fielen aufgrund von Hydraulikfehlern, Radar-Ausfall und Ladehemmung aus.

Wie geht’s weiter?

  • Mögliche Überprüfung der technischen Probleme bei Skynex
  • Weitere Evaluierungen zur Zuverlässigkeit der Waffensysteme anstreben
  • Klärung der Verantwortung für mögliche Bedienerfehler
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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