Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitsreform in Brandenburg: Pflegefinanzierung anpassen
Potsdam () – Die brandenburgische Gesundheits- und Sozialministerin Britta Müller (SPD) hat sich für eine grundlegende Reform der Pflegefinanzierung ausgesprochen. Angesichts stark gestiegener Eigenanteile für Heimplätze müsse das System solidarisch und gezielt entlastet werden, um Pflegebedürftige vor finanzieller Überforderung zu schützen und die Pflegeversicherung zu stabilisieren, heißt es aus dem Ministerium am Mittwoch.
Nach aktuellen Berechnungen müssen Pflegebedürftige im ersten Jahr eines Heimaufenthalts bundesweit durchschnittlich mehr als 3.200 Euro monatlich selbst zahlen.
Als Hauptkostentreiber nannte Müller die gestiegenen Personalkosten, die in Brandenburg seit 2022 um rund 31 Prozent zulegten. Ein pauschaler Deckel der Eigenanteile für alle sei nicht finanzierbar und verfehle das Solidaritätsprinzip.
Stattdessen schlägt Müller ein Modell vor, das früher und gezielter ansetzt: Die Entlastung soll bereits zu Beginn eines Heimaufenthalts greifen und sich am Einkommen und Vermögen der Betroffenen orientieren.
Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen sollen so vor Armut geschützt werden, während finanziell Leistungsfähige weiterhin einen angemessenen Eigenanteil tragen. Flankiert werden müsse die Reform durch eine planbare Dynamisierung der Leistungen und einen Ausbau der ambulanten Pflege.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Britta Müller (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Britta Müller fordert eine Reform der Pflegefinanzierung aufgrund gestiegener Eigenanteile für Heimplätze.
- Im ersten Jahr eines Heimaufenthalts müssen Pflegebedürftige durchschnittlich mehr als 3.200 Euro monatlich selbst zahlen.
- Müller schlägt ein Modell vor, das Entlastungen basierend auf Einkommen und Vermögen der Betroffenen vorsieht.
Warum ist das wichtig?
- Schutz von Pflegebedürftigen vor finanzieller Überforderung
- Stärkung der Pflegeversicherung durch solidarische Finanzierung
- Anpassung der Eigenanteile an Einkommen und Vermögen zur Armutsvermeidung
Wer ist betroffen?
- Pflegebedürftige
- Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen
- Finanzkräftige Bürger
Zahlen/Fakten?
- Pflegebedürftige zahlen im ersten Jahr eines Heimaufenthalts bundesweit durchschnittlich mehr als 3.200 Euro monatlich selbst.
- Personalkosten in Brandenburg stiegen seit 2022 um rund 31 Prozent.
- Eigenanteile sollen sich am Einkommen und Vermögen der Betroffenen orientieren.
Wie geht’s weiter?
- Grundlegende Reform der Pflegefinanzierung einleiten
-Entlastung zu Beginn eines Heimaufenthalts ermöglichen - Leistungen dynamisieren und ambulante Pflege ausbauen
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