Brandenburg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Tierschutzpolitik in Brandenburg: Neues Register geplant
Potsdam () – Das Land Brandenburg setzt sich im Bundesrat weiter für die Einführung eines bundesweiten Registers für verhängte Tierhaltungs- und Betreuungsverbote ein. Das teilte das Ministerium für Land- und Ernährungswirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz am Freitag mit.
Der Bundesrat befasst sich am selben Tag mit einem Gesetzentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes, der auf Initiative Brandenburgs auch die rechtliche Grundlage für ein solches Register schaffen soll.
Verbraucherschutzministerin Mittelstädt betonte die Notwendigkeit des Registers, um die Durchsetzung von Tierhaltungsverboten zu verbessern. Bisher können Tierhalter einem Verbot durch einen Umzug in eine andere Kommune entgehen, da die neue Behörde keine Kenntnis davon hat.
Ein Register soll den länderübergreifenden Informationsaustausch ermöglichen und sicherstellen, dass Verbote auch bei einem Zuständigkeitswechsel beachtet werden. Die Ministerin erklärte, dass ein Tierhaltungsverbot niemals leichtfertig ausgesprochen werde, sondern meist erhebliches Tierleid vorausgehe.
Ein behördliches Verbot nach Paragraph 16a des Tierschutzgesetzes wird verhängt, wenn ein Halter grob oder wiederholt gegen das Gesetz verstößt.
Gerichtliche Verbote nach Paragraph 20 Absatz 1 können bei einer Verurteilung wegen einer tierschutzrelevanten Straftat ausgesprochen werden. Die Forderung nach einem Register wurde bereits 2019 von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz erhoben.
Brandenburg stellte 2022 einen entsprechenden Antrag im Bundesrat, der einstimmig angenommen wurde.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Katze (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Brandenburg setzt sich im Bundesrat für ein bundesweites Register für Tierhaltungsverbote ein.
- Gesetzesentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes behandelt dieses Anliegen.
- Ziel ist es, die Durchsetzung von Tierhaltungsverboten länderübergreifend zu verbessern.
Warum ist das wichtig?
- Verbesserung der Durchsetzung von Tierhaltungsverboten
- Verhindern von Umgehungen durch Umzüge in andere Kommunen
- Sicherstellung eines länderübergreifenden Informationsaustauschs
Wer ist betroffen?
- Tierhalter, die gegen das Tierschutzgesetz verstoßen
- Behörden, die die Einhaltung von Tierhaltungsverboten überwachen
- Verbraucher, die von Tierhaltungsverboten betroffen sind
Zahlen/Fakten?
- Einführung eines bundesweiten Registers für Tierhaltungs- und Betreuungsverbote
- Antrag Brandenburgs im Bundesrat 2022 einstimmig angenommen
- Gerichtliche Verbote nach Paragraph 20 Absatz 1 möglich bei tierschutzrelevanten Straftaten
Wie geht’s weiter?
- Fortsetzung der Initiative für ein bundesweites Register für Tierhaltungsverbote
- Schaffung einer rechtlichen Grundlage im Tierschutzgesetz
- Verbesserung des Informationsaustauschs zwischen den Kommunen
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