Münchner Gericht verurteilt Pfarrer wegen versuchter Vergewaltigung zu Haft

1. April 2026
1 min Lesezeit

Münchner Gericht verurteilt Pfarrer wegen versuchter Vergewaltigung zu Haft

Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Konsequenzen sexueller Übergriffe in München

() – Das Landgericht München I hat einen 58-jährigen katholischen Pfarrer wegen versuchten schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen und Besitzes von Jugendpornografie zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Das Gericht teilte am Mittwoch mit, der Angeklagte habe die Vorwürfe vollumfänglich eingeräumt.

Nach den Feststellungen des Gerichts fuhr der damals im Schwarzwald tätige Pfarrer im Jahr 2005 mit zwei Jugendlichen zum Oktoberfest nach München.

Nach dem Wiesn-Besuch versuchte er, in die beiden sturzbetrunkenen, damals 14- beziehungsweise 15-jährigen Geschädigten einzudringen, was ihm nicht gelang. Bereits zuvor hatte er in einem Jugendraum im Pfarrheim einem der Jugendlichen mehrfach in die Unterhose gegriffen, obwohl dieser sich verbal gewehrt habe.

Bei einer Durchsuchung im Jahr 2024 wurden auf seinem Handy zudem jugendpornografische Bilder gefunden.

Das Gericht wertete das umfassende Geständnis des nicht vorbestraften Angeklagten strafmildernd, sah aber aufgrund der Schwere der Schuld und des Ausnutzens des Vertrauensverhältnisses als Pfarrer keine Möglichkeit zur Bewährungsstrafe. Der Vorsitzende Richter lobte das Verhalten des Ordens, der nach Kenntnis der Vorwürfe sofort mit den Behörden kooperiert habe.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Justicia (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • 58-jähriger Pfarrer wegen versuchten schweren sexuellen Missbrauchs und Besitzes von Jugendpornografie verurteilt.
  • Angeklagter versuchte, sich an betrunkenen Jugendlichen vergangen zu machen und griff zuvor in einem Jugendraum einem der Jugendlichen mehrfach an die Unterhose.
  • Gericht wertete Geständnis strafmildernd, sah aufgrund der Schwere der Schuld jedoch keine Bewährungsstrafe vor.

Warum ist das wichtig?

  • Schutz von Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung
  • Bedeutung von Vertrauen in religiösen Institutionen
  • Notwendigkeit von schneller Kooperation bei Verdachtsfällen

Wer ist betroffen?

  • 58-jähriger katholischer Pfarrer
  • zwei Jugendliche (14 und 15 Jahre)
  • das Gericht

Zahlen/Fakten?

  • 58-jähriger katholischer Pfarrer verurteilt.
  • Freiheitsstrafe von 3 Jahren und 3 Monaten.
  • Besitz von Jugendpornografie und versuchter sexueller Missbrauch.

Wie geht’s weiter?

  • Urteil ist noch nicht rechtskräftig
  • Mögliche Berufung des Angeklagten
  • Weiteres Vorgehen der Kirche und Behörden abwarten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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