Bayern - Was ist passiert – was dahinter steckt
Digitale Sicherheit für Kinder in Bayern
München () – Bayerns Digitalminister Fabian Mehring hat sich gegen ein von Bundesfamilienministerin Karin Prien vorgeschlagenes Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren ausgesprochen. Mehring bezeichnete den Vorstoß am Mittwoch als „Kapitulation vor der digitalen Transformation“ und forderte stattdessen einen technisch durchsetzbaren Jugendschutz.
Die von der Bundesregierung eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ hatte in ihren Handlungsempfehlungen zwei Wege vorgeschlagen.
Neben einer gesetzlichen Altersgrenze von 13 Jahren gibt es auch einen zweiten Weg ohne pauschales Mindestalter, bei dem Schutzmaßnahmen an den tatsächlichen Risiken einzelner Dienste ansetzen. Mehring verwies darauf, dass die Kommission selbst in ihrer Bestandsaufnahme vom April festgestellt habe, dass nicht von einem Regulierungsdefizit ausgegangen werden könne. „Wir haben kein Regulierungsdefizit, sondern ein Durchsetzungsproblem“, so der Minister.
Mehring fordert eine konsequente Identifikationspflicht im Netz als zentrale Voraussetzung für wirksamen Jugendschutz. „Ohne belastbare Identitäts- und Altersnachweise bleiben sämtliche Schutzmechanismen im digitalen Raum faktisch wirkungslos“, sagte er.
Der Minister plädiert für einen europaweit einheitlichen Ansatz, der beim Plattformdesign, bei Algorithmen und manipulativen Mechanismen ansetzt. Nationale Alleingänge sollten vermieden werden, da sie ein erhebliches Risiko europarechtlicher Verfahren bergen würden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Junge Leute mit Smartphones (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bayerns Digitalminister Fabian Mehring lehnt das vorgeschlagene Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren ab.
- Er fordert eine konsequente Identifikationspflicht im Netz für wirksamen Jugendschutz.
- Mehring plädiert für einen einheitlichen europäischen Ansatz im Umgang mit digitalen Plattformen.
Warum ist das wichtig?
- Technisch durchsetzbarer Jugendschutz wird gefordert
- Identifikationspflicht im Netz ist entscheidend für Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen
- Einheitlicher europäischer Ansatz mindert rechtliche Risiken
Wer ist betroffen?
- Kinder unter 13 Jahren
- Bundesfamilienministerin Karin Prien
- Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“
Zahlen/Fakten?
- Digitalminister Fabian Mehring spricht sich gegen ein Social-Media-Verbot für Kinder unter 13 Jahren aus.
- Expertenkommission empfiehlt gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren oder risikobasierte Schutzmaßnahmen.
- Mehring fordert konsequente Identifikationspflicht im Netz für wirksamen Jugendschutz.
Wie geht’s weiter?
- Technisch durchsetzbarer Jugendschutz fordern
- Einführung einer Identifikationspflicht im Netz
- Europaweit einheitlichen Ansatz für Plattformdesign und Algorithmen anstreben
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