Baden-Württemberg - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Zoll-Einsätze gegen Schwarzarbeit in Ulm
Ulm () – Das Hauptzollamt Ulm hat bei einer bundesweiten Schwerpunktaktion gegen Schwarzarbeit in der Logistikbranche zahlreiche Verstöße festgestellt. Wie die Behörde am Freitag mitteilte, waren am Mittwoch dieser Woche 72 Ermittler im Einsatz und befragten knapp 200 Arbeitnehmer.
Dabei ergaben sich 24 Verdachtsfälle auf Unterschreitung des Mindestlohns von 13,90 Euro, sieben Hinweise auf Schwarzarbeit sowie vier Fälle von mutmaßlich illegaler Beschäftigung.
Im Visier der Zöllner standen neben Brief- und Paketzentren auch Zeitungszusteller. In 64 Fällen schließen sich weitere Ermittlungen an, da Unterlagen fehlten oder Arbeitsverhältnisse und Entlohnung unklar waren.
In 18 Fällen wird es Geschäftsunterlagenprüfungen bei den Arbeitgebern geben.
Die Verdachtsfälle verteilen sich auf mehrere Standorte: In Göppingen und Dettingen an der Iller gab es zwei Fälle von illegaler Ausländerbeschäftigung in der Logistik. Im Raum Heidenheim, Ostalb und Ellwangen wurden bei Zustellern drei Mindestlohn-Verstöße festgestellt.
In Wendlingen kamen zwölf Mindestlohn-Fälle, zwei Fälle von Schwarzarbeit und zwei Fälle illegaler Ausländerbeschäftigung zusammen. In Isny im Allgäu wurden neun Mindestlohn-Verstöße und fünf Fälle von Schwarzarbeit registriert.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Polizei (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Hauptzollamt Ulm führte bundesweite Aktion gegen Schwarzarbeit in der Logistikbranche durch.
- 72 Ermittler befragten fast 200 Arbeitnehmer; 24 Verdachtsfälle auf Mindestlohnunterschreitung festgestellt.
- Weitere Ermittlungen in 64 Fällen und 18 Prüfungen von Geschäftsunterlagen bei Arbeitgebern angekündigt.
Warum ist das wichtig?
- Bekämpfung von Schwarzarbeit schützt faire Wettbewerbsbedingungen.
- Sicherstellung der Einhaltung des Mindestlohns schützt Arbeitnehmerrechte.
- Aufdeckung illegaler Beschäftigung fördert soziale Sicherheit.
Wer ist betroffen?
- Arbeitnehmer in der Logistikbranche
- Arbeitgeber in der Logistik
- Zusteller (Brief-, Paket- und Zeitungszusteller)
Zahlen/Fakten?
- 72 Ermittler im Einsatz
- 200 befragte Arbeitnehmer
- 24 Verdachtsfälle auf Unterschreitung des Mindestlohns von 13,90 Euro
Wie geht’s weiter?
- Weitere Ermittlungen in 64 Fällen
- Geschäftsunterlagenprüfungen in 18 Fällen
- Fortlaufende Überprüfung von Verdachtsfällen an verschiedenen Standorten
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