Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiemärkte in Berlin
Berlin () – Angesichts der volatilen Lage auf den Energiemärkten hat sich die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, Monika Schnitzer, für eine Freigabe der strategischen Ölreserven in den G7-Staaten ausgesprochen.
„Die Ölreserven der G7 sind genau für solche Krisensituationen als strategische Reserve aufgebaut worden, um bei schweren Versorgungsstörungen eingreifen zu können“, sagte Schnitzer dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland„. Schon in früheren Krisensituationen seien diese Reserven eingesetzt worden, um das Angebot kurzfristig zu erhöhen und damit die Preise zu stabilisieren. „Die aktuellen Überlegungen, dies auch jetzt zu tun, sind also folgerichtig“, sagte die Wirtschaftsweise weiter.
Gleichzeitig müsse klar sein, dass der Umfang der Reserve begrenzt sei, so die Ökonomin. Sie sollten einen Bedarf in Höhe der Nettoimporte von 90 Tagen abdecken. „Es kann also nur darum gehen, kurzfristige Preisspitzen auszugleichen, nicht darum, einen längerfristigen Preisanstieg zu neutralisieren“, sagte Schnitzer.
Auch der neue Wirtschaftsweise Gabriel Felbermayr empfiehlt, politische Eingriffe in die Energiemärkte zu prüfen, um die wirtschaftlichen Folgen des Iran-Kriegs abzufedern. „Man sollte zum Beispiel darüber nachdenken, strategische Reserven im Öl- und Gasbereich anzuzapfen“, sagte Felbermayr dem „Tagesspiegel“. „Bringt man sie koordiniert auf den Markt, erhöht das kurzfristig das Angebot und drückt den Preis.“
Viele OECD-Staaten verfügen über solche Reserven. Deutschland hält bei Öl nur die gesetzlich vorgeschriebene Menge von rund 23 Millionen Tonnen, bei Erdgas quasi keine. Österreich dagegen schon. „Das ginge aber nur koordiniert, vor allem mit den USA“, sagte Felbermayr. Einzelne Staaten kämen gegen den Weltmarkt kaum an.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Öltanks (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Monika Schnitzer spricht sich für die Freigabe der strategischen Ölreserven der G7 aus.
- Schnitzer betont, dass die Reserven begrenzt sind und nur kurzfristige Preisspitzen ausgleichen können.
- Gabriel Felbermayr empfiehlt, strategische Reserven anzuzapfen, um die Auswirkungen des Iran-Kriegs abzufedern.
Warum ist das wichtig?
- Strategische Ölreserven helfen, Preise in Krisensituationen zu stabilisieren
- Ermöglichen kurzfristige Interventionen auf den Energiemärkten
- Koordinierte Nutzung zwischen Staaten kann Marktangebot erhöhen
Wer ist betroffen?
- G7-Staaten
- Deutschland
- Österreich
Zahlen/Fakten?
- G7-Staaten haben strategische Ölreserven für Krisensituationen
- Ölreserven sollten Nettoimporte von 90 Tagen abdecken
- Deutschland hält rund 23 Millionen Tonnen Öl als Reserve
Wie geht’s weiter?
- Freigabe der strategischen Ölreserven in den G7-Staaten prüfen
- Politische Eingriffe in die Energiemärkte evaluieren
- Koordiniertes Vorgehen mit anderen Ländern, insbesondere den USA, erforderlich
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