Roche-Pharma-Chef kritisiert Reform von Warken scharf

28. April 2026
1 min Lesezeit

Roche-Pharma-Chef kritisiert Reform von Warken scharf

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitsreform und pharmazeutische Industrie in Deutschland

Basel () – Für den Chef von Roche Pharma, Daniel Steiners, setzt die geplante Gesundheitsreform von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) an den falschen Stellen an.

„Das wahre Problem sind die ineffizienten Strukturen, in denen Fortschritt jeden Tag versickert und Geld verpufft“, sagte Steiners den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Wenn moderne Tests, digitale Systeme und innovative Medikamente konsequent eingesetzt würden, ließen sich bei den Krankenkassen Effizienzpotenziale von über 20 Milliarden Euro pro Jahr heben.“ Das entspricht der Summe, die Warken mit ihrer Reform zusammenbekommen will.

In gibt es 93 Gesetzliche Krankenkassen und 17 Kammerbezirke, ähnlich den Bundesländern, in denen die Gesundheitsversorgung geregelt wird. Steiners, der auch stellvertretender Präsident des Verbands forschender Arzneimittel ist, hält die Reform Warkens für zu einseitig. „Es fehlt ein ganzheitlicher Blick.“ Roche Pharma ist die deutsche Tochter von Roche, dem größten Pharmakonzern der Welt.

Der Roche-Pharma-Chef bemängelte auch, die Bundesregierung halte Zusagen nicht ein. Vor wenigen Monaten habe man im Kanzleramt noch diskutiert, wie die Pharmabranche als Leitindustrie dazu beitragen könne, die Wirtschaft aus der Dauerkrise zu führen. Dafür seien keine Subventionen nötig, sondern vor allem Planungssicherheit. „Anstatt die zugesagten Weichen für einen international wettbewerbsfähigen Standort zu stellen, diskutieren wir nun neue Belastungen“, sagte Steiners. „Politische Ankündigungen und Taten dürfen sich in Deutschland nicht weiter entkoppeln.“

Der Roche-Pharma-Chef drohte mit dem Abschied der Branche aus Deutschland. „Wenn jetzt keine industriepolitische Gesamtstrategie folgt, wird Deutschland auch diesen Industriezweig an andere Länder verlieren – so wie wir bereits wichtige Industrien verloren haben. Wenn die Pläne so umgesetzt werden, käme das einer Deindustrialisierung auf Raten gleich.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nina Warken (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Daniel Steiners, Chef von Roche Pharma, kritisiert die Gesundheitsreform von Nina Warken.
  • Er fordert einen ganzheitlichen Ansatz und sieht ineffiziente Strukturen als Hauptproblem.
  • Steiners warnt vor einer möglichen Abwanderung der Pharmabranche aus Deutschland.

Warum ist das wichtig?

  • Ineffiziente Strukturen verhindern Fortschritt und Geldverwendung in der Gesundheitsversorgung.
  • Einsparungen von über 20 Milliarden Euro pro Jahr durch moderne Technologien und Systeme möglich.
  • Fehlende Planungssicherheit könnte zur Abwanderung der Pharmabranche aus Deutschland führen.

Wer ist betroffen?

  • Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU)
  • Daniel Steiners, Chef von Roche Pharma
  • Pharmabranche in Deutschland

Zahlen/Fakten?

  • Effizienzpotenziale von über 20 Milliarden Euro pro Jahr bei Krankenkassen
  • 93 Gesetzliche Krankenkassen in Deutschland
  • Roche ist der größte Pharmakonzern der Welt

Wie geht’s weiter?

  • Kritik an einseitiger Gesundheitsreform von Nina Warken
  • Forderung nach ganzheitlichem Ansatz für Effizienzsteigerung
  • Hinweis auf mögliche Abwanderung der Pharmabranche aus Deutschland
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