Bosch-Siemens-Hausgeräte plant keine weiteren Fabrikschließungen

21. Januar 2026
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Bosch-Siemens-Hausgeräte plant keine weiteren Fabrikschließungen

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Entwicklungen bei Bosch-Siemens in Deutschland

() – Nach der Ankündigung, die Produktionen in und Bretten bis zum ersten Quartal 2028 zu schließen, will der Haushaltsgerätehersteller Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH) keine weiteren Fabriken in aufgeben. „Stand heute planen wir keinen weiteren Standortschließungen in Deutschland“, sagte Matthias Metz, der Vorsitzende der Geschäftsführung von BSH, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Deutschland und die Standorte in Dillingen, Giengen, Traunreut und Bad Neustadt werden neben unsere Zentrale in München und unseren Entwicklungs- und Logistikzentren eine sehr wichtige Basis bleiben.“

Nachdem das Unternehmen Anfang 2024 erklärt hatte, weltweit 3.500 Stellen zu streichen, davon 1.000 in Deutschland, dabei aber angekündigt hatte, an den sechs deutschen Fabriken festhalten zu wollen, kam im Herbst 2025 der Beschluss, die Werke in Nauen und Bretten zu schließen. „Nach umfassender und sorgfältiger Prüfung mussten wir allerdings feststellen, dass die Standorte unter den veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht mehr wettbewerbs- und zukunftsfähig sind“, erklärte Metz. „Aus Verantwortung für die Zukunft des gesamten Unternehmens mussten wir so handeln.“

Die Schließungen sollen nach Angaben von BSH über den europäischen Fertigungsverbund aufgefangen werden. „Die Entscheidungen führen in Summe damit zu einer nachhaltig deutlich besseren Auslastung der europäischen Werke“, sagte Metz.

Als Grund für die Standortschließungen nannte Metz die unverändert sehr schwierigen Marktkonstellation. „Das sind einerseits die geopolitischen Herausforderungen und zum anderen die schwachen Immobilienmärkte. In vielen Märkten blicken zudem die Konsumenten sehr verunsichert in die Zukunft und reagieren deutlich preissensitiver“, erläuterte der Manager.

Metz erklärte weiter, dass das Siegel `Made in Germany` nicht mehr ausreiche, damit Kunden bereit sind, für in Deutschland hergestellte Geräte mehr Geld auszugeben. „Die Kunden wissen, dass Produkte, die zum Beispiel aus anderen europäischen Ländern, aus oder aus kommen, auch von hoher Qualität sind – zu oftmals deutlich niedrigeren Preisen.“

BSH hat dabei vor allem Wettbewerber aus China im Blick. „Die chinesischen Wettbewerber sind in Europa mit hoher Preisaggressivität unterwegs. Das liegt zum einen an den Zöllen, aber zum auch an den unausgelasteten Produktionskapazitäten, die die Unternehmen in China aufgebaut haben“, sagte Metz. „Es hat aber auch damit zu tun, dass in China von der Stahlbeschaffung über die Energiepreise bis zu den Löhnen Produktionsbedingungen herrschen, die es für uns anspruchsvoll machen, in diesem Wettbewerb mitzuhalten.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Siemens (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH) kündigt Schließung von Fabriken in Nauen und Bretten bis Q1 2028 an.
  • BSH plant derzeit keine weiteren Schließungen in Deutschland und betont die Wichtigkeit bestehender Standorte.
  • Anhaltende geopolitische Herausforderungen und Preisaggressivität asiatischer Wettbewerber belasten die Wettbewerbsfähigkeit.

Warum ist das wichtig?

  • Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit der Unternehmen
  • Verhinderung weiterer Standortschließungen in Deutschland
  • Anpassung an veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Marktverhältnisse

Wer ist betroffen?

  • Bosch-Siemens-Hausgeräte (BSH)
  • Mitarbeiter in Deutschland
  • Verbraucher auf dem Markt

Zahlen/Fakten?

  • 3.500 Stellen weltweit, 1.000 in Deutschland
  • Schließung der Werke in Nauen und Bretten bis Q1 2028
  • Wettbewerbsbedingungen verschlechtert durch geopolitische Herausforderungen und schwache Immobilienmärkte

Wie geht’s weiter?

  • Weitere Standortschließungen in Deutschland sind nicht geplant.
  • Die Schließungen in Nauen und Bretten sollen über den europäischen Fertigungsverbund aufgefangen werden.
  • Wettbewerbsbedingungen werden kritisch beobachtet, insbesondere durch chinesische Anbieter.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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