Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaftliche Auswirkungen des Iran-Kriegs in Düsseldorf
Düsseldorf () – Trotz der weiter steigenden Spritpreise wegen des Iran-Krieges hat Jens Südekum, Ökonom und Wirtschaftsberater von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), vor politischen Schnellschüssen gewarnt.
„Wir sollten nicht vorschnell über irgendwelche Instrumente wie einen Tankrabatt diskutieren. Da werden Erwartungen geweckt, ohne zu wissen, ob es dafür eine Grundlage gibt“, sagte Südekum der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstagsausgabe). „Zumal wir Europäer nicht direkt und stark von den Gas- und Öllieferungen aus der Golfregion abhängig sind, wie zum Beispiel China. Die Versorgung ist nach allem, was wir wissen, nicht in Gefahr. Die Preise könnten auch rasch wieder runtergehen.“
Auf die Frage, ob die Politik rasch eingreifen müsse, sagte der Ökonom aus Düsseldorf: „An der Stelle sind wir meiner Einschätzung nach noch nicht, und da werden wir vermutlich auch nicht hinkommen. Wenn sich der Konflikt hoffentlich in absehbarer Zeit beruhigt und die Straße von Hormus wieder passierbar ist, werden die Energiepreise auch wieder sinken, das wissen wir aus der Vergangenheit.“
Südekum kritisierte, dass die amerikanischen Öl- und Gasfirmen den großen Reibach machten: „China ist als größter Importeur von Energie aus der Golfregion am härtesten betroffen. Wir leiden unter steigenden Preisen am Weltmarkt. Bei den Exporteuren in den USA klingeln dagegen die Kassen“, sagte er der „noz“. „Daher müssen wir das in den Blick nehmen.“ Allerdings zögen auch die Preise für die US-Autofahrer an. „Die Profite der LNG-Konzerne nutzen Trump. Steigende Spritpreise können ihm schwer auf die Füße fallen. Das könnte für Trump immerhin dafür sprechen, den Krieg schnell zu beenden.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Aral-Tankstelle am 03.03.2026 |
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Bist du ein guter Leser? 👍
Welcher Begriff kam im Artikel vor?
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ökonom Jens Südekum warnt vor Schnellschüssen in der politischen Diskussion über Tankrabatte wegen steigender Spritpreise.
- Er merkt an, dass die europäische Abhängigkeit von Golfregion-Lieferungen nicht so stark ist wie die von China.
- Südekum glaubt, dass die Energiepreise wieder sinken werden, wenn sich der Konflikt entspannt.
Warum ist das wichtig?
- Keine Vorschnelligkeit bei politischen Maßnahmen wie Tankrabatt notwendig
- Europa ist nicht stark von Öl- und Gaslieferungen aus der Golfregion abhängig
- Preisrückgang in der Vergangenheit zeigt, dass die Situation sich schnell ändern kann
Wer ist betroffen?
- Europäer allgemein
- China als größter Importeur von Energie
- US-Autofahrer
Zahlen/Fakten?
- Europäische Abhängigkeit von Gas- und Öllieferungen aus der Golfregion ist gering.
- Energiepreise könnten laut Südekum rasch wieder sinken.
- China ist am stärksten betroffen von den steigenden Energiepreisen.
Wie geht’s weiter?
- Erhöhung des politischen Diskurses über Tankrabatte vermeiden
- Abwarten, ob sich der Konflikt in der Golfregion beruhigt
- Mögliche Preissenkungen bei Energie nach Stabilisierung der Situation
- ZDF-Politbarometer: CDU in Rheinland-Pfalz weiter vorn - 19. März 2026
- US-Börsen auch im Minus – aber nicht so schlimm wie in Europa - 19. März 2026
- Freiburg und Mainz im Europa-League-Viertelfinale - 19. März 2026
