Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Bedenken zu US-Einreisebestimmungen
Berlin () – Der deutsche Geschäftsreiseverband VDR hat die Bundesregierung zu einem entschlossenen Vorgehen gegen die geplanten Verschärfungen der US-Einreisebestimmungen aufgefordert. „Deutschland und die EU sollten gegenüber den USA klar die Bedeutung verhältnismäßiger, datenschutzkonformer und praktikabler Verfahren betonen“, sagte VDR-Präsident Christoph Carnier dem „Handelsblatt“.
Die von Mitte 2026 an vorgesehenen Regelungen, die unter anderem die Offenlegung von Social-Media-Aktivitäten und biometrischen Daten vorsehen, gingen „deutlich über das hinaus, was für Geschäftsreisen praktikabel und verhältnismäßig“ sei. Zwar erkenne man das legitime Sicherheitsinteresse der USA an, doch müssten Verfahren so gestaltet sein, dass sie „internationale Mobilität nicht unnötig erschweren“.
Besonders kritisch bewertet der Verband mögliche Eingriffe in den Datenschutz. „Kein Unternehmen will eine Vermischung zwischen privaten und dienstlichen Aktivitäten“, sagte Carnier. Viele Firmen sähen durch die US-Pläne „deutliche Konflikte mit europäischen Datenschutzstandards und können ihre Mitarbeitenden nicht zur Offenlegung sensibler persönlicher Daten verpflichten“. Sollten die Angaben zu E-Mail-Adressen, Telefonnummern oder Social-Media-Profilen verpflichtend werden, werde die Bereitschaft zu Dienstreisen in die USA laut VDR spürbar sinken.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Freiheitsstatue (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- VDR fordert Bundesregierung zu klarem Vorgehen gegen US-Einreiseverschärfungen auf.
- Neue Regelungen ab Mitte 2026: Offenlegung von Social-Media-Aktivitäten und biometrischen Daten.
- Bedenken hinsichtlich Datenschutz und persönliche Daten von Mitarbeitenden.
Warum ist das wichtig?
- Bedeutung verhältnismäßiger, datenschutzkonformer Verfahren betonen
- Eingriffe in den Datenschutz könnten Geschäftsreisen erschweren
- Mögliche Vermischung von privaten und dienstlichen Aktivitäten ist problematisch
Wer ist betroffen?
- deutsche Geschäftsreisende
- Unternehmen
- EU und Bundesregierung
Zahlen/Fakten?
- Neue US-Einreisebestimmungen ab Mitte 2026
- Offenlegung von Social-Media-Aktivitäten und biometrischen Daten geplant
- Mögliche Konflikte mit europäischen Datenschutzstandards
Wie geht’s weiter?
- Bundesregierung sollte für verhältnismäßige und datenschutzkonforme Verfahren eintreten
- VDR warnt vor sinkender Bereitschaft zu Dienstreisen in die USA bei verpflichtender Offenlegung sensibler Daten
- Eingriffe in den Datenschutz kritisch bewerten
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