Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt
Innenpolitik und Sicherheit in Deutschland
Berlin () – Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) setzt im Kampf gegen Terroristen und Schwerkriminelle auf automatisierte Datenanalyse und biometrischen Datenabgleich.
„Durch den Einsatz automatisierter Datenanalyse werden Ermittlungen gegen Terroristen und Schwerkriminelle schneller, schärfer und strukturierter“, sagte Dobrindt der Funke-Mediengruppe (Montagsausgaben). „Netzwerke, Strukturen und Verbindungen lassen sich früher erkennen, fundiert verstehen und fokussiert verfolgen“, so der Bundesinnenminister. Der biometrische Datenabgleich ermögliche es Polizei und Verfassungsschutz zudem, „gesuchte Personen präzise zu prüfen und punktgenau zu identifizieren“. Dobrindt hob hervor: „Wer unserer Gesellschaft schaden will, trifft auf einen starken Staat; entschlossen im Einsatz und effektiv im Ergebnis.“
Am Mittwoch will Dobrindt einen entsprechenden Gesetzentwurf zu digitalen Ermittlungsbefugnissen ins Bundeskabinett einbringen. Die Reform umfasst laut Bundesinnenministerium Befugnisse zur automatisierten Datenanalyse, für den biometrischen Internetabgleich sowie das Testen und Trainieren von IT-Produkten. Die automatisierte Datenanalyse sei „ein zentraler Baustein, um die stetig wachsenden Datenmengen in polizeilichen Gefahrenabwehr- und Ermittlungsverfahren verarbeiten zu können“, heißt es in einem Entwurf für das geplante Gesetz. Mittels der Analyse „bereits rechtmäßig erhobener polizeilicher Daten“ sei es möglich, Verbindungen zwischen Taten, Personen, Orten sowie an deren Anknüpfungspunkten zu finden.
Bereits in der vergangenen Woche hatte die Bundesregierung einen Gesetzentwurf verabschiedet, der das Speichern von IP-Adressen wieder möglich macht. Anhand einer IP-Adresse (Internet-Protokoll-Adresse) lässt sich herausfinden, von welchem Gerät etwas versendet wurde. Dobrindt will Ermittlern auf diese Weise den Kampf gegen schwere internetbezogene Straftaten erleichtern, etwa die Verbreitung von Missbrauchsdarstellungen oder Cyberbetrug. Die Reform verpflichtet Netzanbieter, die IP-Adresse für drei Monate zu speichern.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Alexander Dobrindt (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Dobrindt setzt auf automatisierte Datenanalyse und biometrischen Datenabgleich gegen Terroristen und Schwerkriminelle.
- Gesetzesentwurf zu digitalen Ermittlungsbefugnissen soll ins Bundeskabinett eingebracht werden.
- Bundesregierung hat Gesetzentwurf verabschiedet, der das Speichern von IP-Adressen für drei Monate ermöglicht.
Warum ist das wichtig?
- Automatisierte Datenanalyse erhöht Effizienz und Schnelligkeit in Terrorbekämpfung und Kriminalitätsaufklärung.
- Biometrischer Datenabgleich ermöglicht präzise Identifizierung gesuchter Personen.
- Gesetzesreform dient der besseren Verarbeitung und Auswertung großer Datenmengen für die Sicherheitsbehörden.
Wer ist betroffen?
- Bundesinnenminister Alexander Dobrindt
- Polizei
- Verfassungsschutz
Zahlen/Fakten?
- Automatisierte Datenanalyse soll Ermittlungen schneller und effizienter machen.
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Wie geht’s weiter?
- Dobrindt bringt Gesetzentwurf zu digitalen Ermittlungsbefugnissen ins Bundeskabinett ein.
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- IP-Adressen sollen für drei Monate gespeichert werden.
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