Ex-Wirtschaftsweise Malmendier: Nahost-Krieg killt Wachstum

18. März 2026
1 min Lesezeit

Ex-Wirtschaftsweise Malmendier: Nahost-Krieg killt Wachstum

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Herausforderungen in Deutschland

() – Nach Einschätzung der bisherigen Wirtschaftsweisen Ulrike Malmendier droht der Nahost-Krieg die ohnehin schwachen Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft zunichtemachen.

„Die Prognosen waren eh nicht so die großen Sprünge, immer um ein Prozent herum. Wenn uns davon noch ein bisschen was weggenommen wird, sind wir ganz schnell wieder bei Null“, sagte Malmendier RTL/ntv. Steigende Spritpreise und angespannte Lieferketten verstärkten die Risiken. Ob langfristiger Schaden entstehe, hänge von der geopolitischen Entwicklung sowie der Reaktion von Regierung und Wirtschaft ab. Dringend nötig sei eine Stärkung des EU-Binnenmarkts und ein koordiniertes Vorgehen bei der Energieversorgung.

Malmendier kritisierte den noch immer vorherrschenden Protektionismus in der EU. Die Wirtschaftsgemeinschaft habe versäumt, einen reibungslosen Markt mit 450 Millionen Konsumenten zu schaffen – ohne Zölle oder Handelsstreitigkeiten. „Das ist leider verschlafen worden“, sagte Malmendier. Die Kritik richtete sie auch an die „Hauptstädte der Mitgliedsländer, die die eigene Industrie beschützen wollen.“

Die neue EU-Unternehmensform, die in 48 Stunden gegründet werden könne, nannte sie einen guten Ansatz – der aber scheitere. „Wunderbar digital ohne Notar, aber nationale Eintragungen und Rechte greifen dann doch. Das ist keine echte EU Inc. mit weniger Regulierungen für Wachstum.“

Malmendier betrachtet die Wirkung des 500-Milliarden-Sondervermögens der Bundesregierung als weitgehend verfehlt. „Investitionsausgaben liegen kaum höher als vorher. Das Parlament hat zugestimmt, um den Investitionsstau aufzulösen – nicht für Mütterrente oder Pendlerpauschale.“ Dadurch vergebe man sich 50 Prozent des möglichen langfristigen Wachstums.

Zur ihrem Abgang aus dem Sachverständigenrat sagte Malmendier: „Ich sage, was in den Daten steht – nicht nach Parteien.“ Sie hoffe, der Rat halte die Kritik am Sondervermögen aufrecht.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ulrike Malmendier (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Ulrike Malmendier äußert Bedenken, dass der Nahost-Krieg die schwachen Wachstumsprognosen der deutschen Wirtschaft negativ beeinflussen könnte.
  • Kritisiert den Protektionismus in der EU und fordert eine Stärkung des Binnenmarkts und koordinierte Energieversorgung.
  • Beurteilt das 500-Milliarden-Sondervermögen der Bundesregierung als weitgehend ineffektiv und sieht langfristige Wachstumschancen gefährdet.

Warum ist das wichtig?

  • Gefahr eines weiteren Wachstumsrückgangs in Deutschland
  • Bedeutung einer Stärkung des EU-Binnenmarkts für die Wirtschaft
  • Einfluss geopolitischer Entwicklungen auf die wirtschaftliche Stabilität

Wer ist betroffen?

  • deutsche Wirtschaft
  • EU-Mitgliedsländer
  • Konsumenten im EU-Binnenmarkt

Zahlen/Fakten?

  • Prognosen für deutsches Wirtschaftswachstum um ein Prozent herum
  • 500-Milliarden-Sondervermögen als weitgehend verfehlt angesehen
  • 50 Prozent des möglichen langfristigen Wachstums verpasst

Wie geht’s weiter?

  • Stärkung des EU-Binnenmarkts notwendig
  • Koordiniertes Vorgehen bei der Energieversorgung erforderlich
  • Kritik an Protektionismus und fehlendem reibungslosen Markt in der EU
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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