Ex-VW-Chef Diess: "Die Stromrechnung fürs Auto fällt praktisch weg"

22. November 2025
1 min Lesezeit

Ex-VW-Chef Diess: "Die Stromrechnung fürs Auto fällt praktisch weg"

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

E-Autos als Lösung für Energiewende in Deutschland

() – Der ehemalige Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess spricht von einem „Durchbruch“ für die Nutzung von Elektroautos als Stromspeicher fürs öffentliche Netz.

Die Akkus der heute rund zwei Millionen E-Pkw auf deutschen Straßen würden schon genügen, um das Überangebot an Solarstrom aufzunehmen und bei Bedarf nachts wieder abzugeben, sagte der 67-Jährige dem „Spiegel“. Weil dieses bidirektionale Laden bald kommerziell nutzbar werde, rücke eine Vollversorgung mit erneuerbaren Energien näher – auch ohne teuren Netzausbau oder gar neue Gaskraftwerke.

Die Besitzer der Autos könnten finanziell profitieren, verwies Diess auf erste Erfahrungen in : „Die Stromrechnung fürs Auto fällt praktisch weg.“ In werde das Modell bislang noch von der Regel behindert, dass jedes Mal Netzentgelt gezahlt werden muss, wenn Strom in den Akku hinein- oder wieder herausfließt. Mitte November beschloss der Bundestag, dieses Hindernis ab 2026 zu beseitigen. Ergänzend forderte Diess eine Reform des Netzbetriebs. Der französische Zentralstaat „organisiert das einfach doppelt so gut wie die 866 lokalen deutschen Monopolisten“, sagte er. Das kleinteilige privatwirtschaftlich-kommunale Modell sei „grottenschlecht“ und „Steinzeit“.

Die aktuelle Diskussion um das in der Europäischen Union vorgesehene Verbrenner-Aus nannte Diess „etwas sehr Deutsches, dieses Hadern lieben wir einfach“. Dabei sei das Rennen zugunsten der E-Autos schon gelaufen. Deutschland kümmere sich zu wenig um die Gewinner der Antriebswende.

Der studierte Ingenieur der Fahrzeugtechnik amtierte bis 2022 als Vorstandsvorsitzender des Volkswagen-Konzerns und setzte stark auf Elektromobilität. Heute führt er den Aufsichtsrat des Chipkonzerns Infineon und den Verwaltungsrat des Energiedienstleisters The Mobility House, der unter anderem mit Renault und Mercedes-Benz ein Geschäft mit bidirektionalem Laden aufbaut.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: E-Auto-Ladestation (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Herbert Diess spricht von einem Durchbruch für Elektroautos als Stromspeicher.
  • E-Auto-Akkus könnten Überangebot an Solarstrom aufnehmen.
  • Bundestag beschloss, Netzentgelt-Hindernis für bidirektionales Laden ab 2026 zu beseitigen.

Warum ist das wichtig?

  • Nutzung von Elektroautos als Stromspeicher unterstützt erneuerbare Energien und reduziert Netzausbaubedarf.
  • Potenzielle finanzielle Vorteile für Auto-Besitzer durch Einsparungen bei Stromkosten.
  • Bedarf an Reformen im Netzbetrieb zur Verbesserung der Energieorganisation und -verteilung.

Wer ist betroffen?

  • Besitzer von Elektroautos
  • Betreiber von Stromnetzen
  • Nutzer erneuerbarer Energien

Zahlen/Fakten?

  • Rund zwei Millionen E-Pkw auf deutschen Straßen in Deutschland
  • Mittlere Einsparung bei der Stromrechnung für Auto-Besitzer in Frankreich
  • Bundestag beschloss, Hindernis für bidirektionales Laden ab 2026 zu beseitigen

Wie geht’s weiter?

  • Bidirektionales Laden wird kommerziell nutzbar.
  • Nettoentgeltregelung wird ab 2026 geändert.
  • Reform des Netzbetriebs in Deutschland gefordert.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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