Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: EU öffnet Regeln für Autos
Brüssel () – Die EU will ihre „Buy European“-Regeln für Dienstwagen und E-Autos für Großbritannien, Japan und Südkorea öffnen. Künftig sollen auch Autos dieser drei Länder als „Trusted Partners“ von den strikten Vorgaben für Dienstwagen und Unternehmensflotten profitieren, berichtet das „Handelsblatt“.
Die Ausnahme soll das Nissan-Werk im britischen Sunderland retten. Der japanische Autobauer hatte davor gewarnt, wegen der geplanten EU-Regeln seine Fabrik in Großbritannien schließen zu müssen. Fast die Hälfte aller in Großbritannien produzierten Fahrzeuge, etwa 45 Prozent, werden in die EU verkauft. Mit den „Made in EU“-Regeln drohte Großbritannien, seinen Standortvorteil zu verlieren.
Die neuen „Buy European“-Vorgaben im sogenannten „Industrial Accelerator Act“ (IAA) sehen vor, dass staatliche Beihilfen grundsätzlich nur noch für Fahrzeuge „Made in EU“ fließen. Dies soll vermeiden, dass Importe aus dem Ausland weiterhin mit europäischem Steuergeld gefördert werden. Besonders streng sind die Vorgaben für Dienstwagen und Unternehmensflotten. Ausnahmen für Partnerländer waren hier bisher nicht vorgesehen.
Der japanische Autohersteller Nissan hatte den britischen Premier Keir Starmer davor gewarnt, dass er aufgrund der „Buy European“-Regeln die Fabrik in Sunderland schließen müsse. Starmer und seine Kollegen hätten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und ihre Kommissare nun davon überzeugt, dass es im Interesse der EU sei, die integrierten Lieferketten zwischen Korea, Japan und Großbritannien zu bewahren, hieß es.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Straßenverkehr (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- EU öffnet "Buy European"-Regeln für Großbritannien, Japan und Südkorea.
- Nissan-Werk in Sunderland könnte gerettet werden, um Schließung zu verhindern.
- Strikte Vorgaben für Dienstwagen und Unternehmensflotten bleiben bestehen, mit Ausnahmen für die neuen Partnerländer.
Warum ist das wichtig?
- Öffnung der "Buy European"-Regeln fördert Handelsbeziehungen mit Großbritannien, Japan und Südkorea.
- Rettung des Nissan-Werks in Sunderland sichert Arbeitsplätze und Produktionskapazitäten.
- Vermeidung von Standortnachteilen für britische Automobilproduktion durch Anpassungen.
Wer ist betroffen?
- Großbritannien
- Japan
- Südkorea
Zahlen/Fakten?
- 45 Prozent der in Großbritannien produzierten Fahrzeuge werden in die EU verkauft.
- Ausnahme für Großbritannien, Japan und Südkorea von den "Buy European"-Regeln.
- Ziel: Rettung des Nissan-Werks in Sunderland.
Wie geht’s weiter?
- Öffnung der "Buy European"-Regeln für Großbritannien, Japan und Südkorea
- Rettung des Nissan-Werks in Sunderland
- Wahrung integrierter Lieferketten zwischen den Partnerländern
