Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt
Wirtschaft: Deutsche Bahn fokussiert Kerngeschäft in Berlin
Berlin () – Bahnchefin Evelyn Palla will sich von unrentablen Beteiligungen der Deutschen Bahn trennen, wenn diese nicht zum Kerngeschäft gehören.
„Kerngeschäft, das ist das richtige Triggerwort. Wir konzentrieren uns noch fokussierter auf das Eisenbahnfahren“, sagte Palla dem „Stern“. Randgeschäfte wie Angebote für die sogenannte erste und letzte Meile werde die Deutsche Bahn „künftig nur noch machen, wenn wir damit auch Geld verdienen“. Damit kommen auch Bahn-Angebote wie die Vermietung von Leihrädern (Call-a-bike) oder Leihautos (Flinkster) auf den Prüfstand. Mit welchem Geschäft die Bahn Geld verdient und mit welchem nicht, ließ Palla offen. Sie machte aber klar: „Wo heute Minus ist, muss demnächst ein Plus stehen.“
Der DB-Konzern listet in seiner Bilanz über 500 Beteiligungen auf, etliche davon im Ausland. Bereits im vergangenen Jahr verkaufte die Bahn ihre äußerst profitable Logistiktochter DB Schenker, die Warentransporte überwiegend per Lkw organisierte. Zudem hat sich der Staatskonzern von Arriva getrennt, einem internationalen Personenunternehmen, das in Großbritannien, Italien oder den Niederlanden Bus oder Regionalverkehr organisierte. Die Abkoppelung erfolgte aufgrund strategischer Überlegungen, aber auch weil durch die Verkaufserlöse die hohe Schuldenlast der DB reduziert werden konnte.
Entschieden ist bereits, dass die DB sich von großen Schienenprojekten im Ausland, etwa in Indien und in Uruguay, trennt. Diese werden derzeit von der Tochtergesellschaft DB E.C.O. Group betreut. „Das ist ein Geschäft, von dem wir uns mittelfristig trennen werden“, sagte Palla dem „Stern“.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Evelyn Palla (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Bahnchefin Evelyn Palla will unrentable Beteiligungen der Deutschen Bahn abstoßen.
- Fokus auf Kerngeschäft Eisenbahnfahren; Nebenangebote werden nur profitabel fortgeführt.
- DB trennt sich von internationalen Schienenprojekten und verkauft profitable Tochterunternehmen.
Warum ist das wichtig?
- Fokussierung auf das Kerngeschäft steigert die Rentabilität der Deutschen Bahn.
- Trennung von unrentablen Beteiligungen reduziert Schuldenlast und optimiert die Unternehmensstruktur.
- Die Prüfung von Randgeschäften sorgt für eine nachhaltige Geschäftsentwicklung.
Wer ist betroffen?
- Deutsche Bahn und deren Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla
- Mitarbeiter und Stakeholder in unrentablen Bereichen
- Nutzer von Bahn-Angeboten wie Leihräder und Leihautos
Zahlen/Fakten?
- Über 500 Beteiligungen im DB-Konzern
- Verkauf von DB Schenker und Arriva
- Abkoppelung von großen Schienenprojekten in Indien und Uruguay
Wie geht’s weiter?
- Trennung von unrentablen Beteiligungen, die nicht zum Kerngeschäft gehören
- Überprüfung von Randgeschäften wie Leihräder und Leihautos
- Fokussierung auf profitable Geschäftsbereiche und Reduzierung der Schuldenlast
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