Analyse: Schlechte Jobaussichten für Führungskräfte

13. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Analyse: Schlechte Jobaussichten für Führungskräfte

Wirtschaft - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Jobaussichten für Führungskräfte in Deutschland

() – Die Jobaussichten für Führungskräfte in haben sich deutlich verschlechtert.

In den ersten zehn Monaten dieses Jahres schrumpfte die Zahl der ausgeschriebenen Stellen für Top-Manager um 16 Prozent. Das geht aus einer Auswertung von Index Research für die „Welt am Sonntag“ hervor. Den Daten der größten Stellenanzeigen-Datenbank Europas zufolge waren im Gesamtjahr 2023 noch über 56.000 Positionen für Vorstände oder Geschäftsführer ausgeschrieben. Im Jahr 2024 waren es mit 45.000 bereits 20 Prozent weniger gewesen.

„In Krisenzeiten sind Unternehmen besonders zögerlich mit Neubesetzungen an der Spitze“, sagte Index-CEO Jürgen Grenz der „Welt am Sonntag“. „Ganz oben wollen sie erst einmal keine zusätzliche Unruhe reinbringen – gerade, wenn sich viele Ebenen darunter im Umbau befinden.“ Dieses Muster sei bereits aus dem Krisenjahr 2008 und der Covid-Zeit bekannt. „Der Wechsel an der Spitze erfolgt dann häufig, wenn sich der Sturm gelegt hat.“

Ungemütlich wird es auch für das mittlere Management. Von Januar bis Ende Oktober waren laut Index-Research 1,128 Millionen Stellen für Bereichs-, Abteilungs-, Gruppen- oder Projektleiter auf deutschen Online-Börsen, Firmenwebsites oder bei der Bundesanstalt für Arbeit ausgeschrieben. Das waren sechs Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Outplacement-Beraterin Sophia von Rundstedt sieht das mittlere Management unter „doppeltem Druck“. „Einerseits soll es die Vorgaben des Top-Managements zur Restrukturierung und Neuaufstellung umsetzen. Andererseits ist es selbst vom Stellenabbau betroffen“, so von Rundstedt, die mit ihrem gleichnamigen Beratungshaus Beschäftigte unterstützt, die ein Unternehmen verlassen müssen. „Das mittlere Management wird heute und morgen dringend für die Implementierung von KI im Unternehmen gebraucht“, sagte von Rundstedt. Das allerdings könne die eigene Position schon übermorgen überflüssig machen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Büros (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Jobaussichten für Führungskräfte in Deutschland haben sich verschlechtert.
  • Zahl der ausgeschriebenen Stellen für Top-Manager schrumpfte um 16 Prozent im Jahr 2023.
  • Mittleres Management ist unter Druck durch Vorgaben des Top-Managements und Stellenabbau.

Warum ist das wichtig?

  • Verschlechterte Jobaussichten für Führungskräfte können zu Unsicherheiten in Unternehmen führen.
  • Rückgang von ausgeschriebenen Top-Management-Positionen deutet auf zögerliche Neubesetzungen hin.
  • Mittleres Management steht unter Druck, da es Restrukturierungsmaßnahmen umsetzen und gleichzeitig Stellenabbau erleben muss.

Wer ist betroffen?

  • Führungskräfte in Deutschland
  • Mittleres Management

Zahlen/Fakten?

  • 16 Prozent Rückgang der ausgeschriebenen Stellen für Top-Manager in den ersten zehn Monaten 2023
  • Über 56.000 ausgeschriebene Positionen für Vorstände oder Geschäftsführer im Jahr 2023
  • 1,128 Millionen ausgeschriebene Stellen für das mittlere Management von Januar bis Oktober 2023 (6 Prozent weniger als im Vorjahr)

Wie geht’s weiter?

  • Unternehmen zögern bei Neubesetzungen an der Spitze bis zur Stabilisierung der Lage
  • Wechsel an Führungsspitzen erwartet, wenn sich die Situation beruhigt hat
  • Mittleres Management wird für Implementierung von KI benötigt, jedoch auch unter Druck von Stellenabbau
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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