SPD-Flügel fordert frühere Grundrente gegen Altersarmut

18. Mai 2026
1 min Lesezeit

SPD-Flügel fordert frühere Grundrente gegen Altersarmut

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesellschaftliche Herausforderungen der Altersarmut in Berlin

() – Der Seeheimer Kreis in der SPD-Bundestagsfraktion fordert eine Absenkung der Mindestbeitragsjahre für die Grundrente auf 25 Jahre, um die überdurchschnittliche Altersarmut bei Frauen zu bekämpfen.

Das geht aus einem Strategiepapier hervor, über das der „Stern“ berichtet. Zudem verlangt der konservative Flügel der SPD-Fraktion, dass unbezahlte Sorgearbeit grundsätzlich stärker in der Rentenberechnung anerkannt wird und die Rentenpunkte für Kinder deutlich erhöht werden.

Die Seeheimer argumentieren, dass insbesondere Frauen wegen Teilzeitphasen und unterbrochener Erwerbsverläufe die bisher erforderliche Schwelle für die Grundrente häufig nicht erreichten. Dadurch seien sie trotz jahrzehntelanger Arbeit im Alter armutsgefährdet. Der Seeheimer Kreis will vor diesem Hintergrund auch die Rentenpunkte „für jedes Kind deutlich erhöhen“ und einen Rentenbonus für drei oder mehr Kinder einführen. Durch die geforderte Absenkung der Mindestbeitragsjahre auf 25 Jahre würde der Kreis der Anspruchsberechtigten deutlich erweitert.

Unterbrochene Erwerbsverläufe und Teilzeit über viele Jahre führten zu struktureller Altersarmut, heißt es in dem Papier mit dem Titel „Frauen fördern für eine starke Demokratie“. Heute seien 21,6 Prozent der Frauen ab 65 Jahren armutsgefährdet, demgegenüber stünden 17,1 Prozent der Männer. „Die Teilzeitfalle von heute ist die Altersarmut von morgen“, heißt es weiter. Unterbrochene Erwerbsbiografien durch Care-Arbeit akkumulierten sich zu einem Gender Pension Gap von 46 Prozent. Die Gender Pension Gap beschreibt die prozentuale Rentenlücke zwischen Männern und Frauen.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Seniorin (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Seeheimer Kreis in der SPD fordert Absenkung der Mindestbeitragsjahre für Grundrente auf 25 Jahre.
  • Unbezahlte Sorgearbeit soll stärker in der Rentenberechnung anerkannt werden.
  • 21,6 Prozent der Frauen ab 65 Jahren sind armutsgefährdet, was durch Teilzeit und unterbrochene Erwerbsverläufe bedingt ist.

Warum ist das wichtig?

  • Bekämpfung der überdurchschnittlichen Altersarmut bei Frauen
  • Verbesserung der Anerkennung unbezahlter Sorgearbeit in der Rentenberechnung
  • Erweiterung des Anspruchs für die Grundrente durch Absenkung der Mindestbeitragsjahre

Wer ist betroffen?

  • Frauen ab 65 Jahren
  • Mütter mit mehreren Kindern
  • Personen mit unterbrochenen Erwerbsverläufen

Zahlen/Fakten?

  • Mindestbeitragsjahre für Grundrente auf 25 Jahre absenken
  • 21,6 Prozent der Frauen ab 65 Jahren armutsgefährdet
  • Gender Pension Gap von 46 Prozent zwischen Männern und Frauen

Wie geht’s weiter?

  • Absenkung der Mindestbeitragsjahre für Grundrente auf 25 Jahre
  • Stärkere Anerkennung unbezahlter Sorgearbeit in der Rentenberechnung
  • Erhöhung der Rentenpunkte für Kinder und Einführung eines Rentenbonus für drei oder mehr Kinder
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
Letzte Artikel von Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH (Alle anzeigen)

Don't Miss