Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaft: Minderjährige Rekruten in der Bundeswehr
Berlin () – Bei der Bundeswehr waren im vergangenen Jahr so viele Soldaten bei Dienstantritt minderjährig wie noch nie zuvor.
Insgesamt waren 3.131 Rekruten 17 Jahre alt, ein Anstieg von mehr als 1.000 Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage der Linken hervor, über die der „Spiegel“ berichtet. Der Anteil der Minderjährigen lag demnach 2025 bei 12,5 Prozent aller neu eingestellten Soldaten.
Seit Erfassung der Daten 2011 lag dieser Wert noch nie so hoch. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 waren jeweils neue Höchstwerte bei der Einstellung minderjähriger Rekruten aufgestellt worden.
Zugleich haben 638 Minderjährige die Bundeswehr 2025 vorzeitig verlassen, darunter 100 Frauen. In einem Fall ist eine Betroffene der Fallschirmjäger-Kaserne in Zweibrücken dabei. Die Kaserne war im vergangenen Jahr wegen sexueller Gewalt, Drogenmissbrauch und Rechtsextremismus in die Schlagzeilen geraten.
„Das zeigt deutlich, dass die Bundeswehr kein geeigneter Arbeitgeber für junge Menschen ist“, sagte Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek. „Die Bundeswehr hat kein Nachwuchsproblem, sondern ein Problem dabei, junge Soldatinnen und Soldaten in ihren Reihen zu schützen“, sagte Reichinnek mit Blick auf die Fallschirmjäger-Kaserne in Zweibrücken. Die Entwicklung immer neuer Höchstwerte sei fatal.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Bundeswehr-Soldaten (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- 3.131 Rekruten waren 2025 minderjährig, Anstieg um über 1.000 im Vergleich zum Vorjahr.
- 638 Minderjährige verließen 2025 vorzeitig die Bundeswehr, darunter 100 Frauen.
- Höchstwerte bei der Einstellung und vorzeitigen Abgängen minderjähriger Soldaten seit 2011.
Warum ist das wichtig?
- Anstieg der minderjährigen Soldaten zeigt problematische Rekrutierungspolitik
- Hohe Zahl vorzeitiger Abgänge weist auf unzureichende Arbeitsbedingungen hin
- Psychosoziale Risiken für Jugendliche in der Bundeswehr hervorgehoben
Wer ist betroffen?
- Minderjährige Rekruten der Bundeswehr
- Vorzeitig ausgeschiedene Minderjährige
- Betroffene in der Fallschirmjäger-Kaserne in Zweibrücken
Zahlen/Fakten?
- 3.131 Rekruten waren 17 Jahre alt, Anstieg um mehr als 1.000 im Vergleich zum Vorjahr
- Anteil der Minderjährigen bei 12,5 Prozent aller neu eingestellten Soldaten
- 638 Minderjährige haben die Bundeswehr 2025 vorzeitig verlassen
Wie geht’s weiter?
- Anstieg der Zahl minderjähriger Rekruten weiter beobachten
- Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Arbeitsklimas in der Bundeswehr prüfen
- Reaktionen und Strategien der Bundeswehr zur Rekrutierung minderjähriger Soldaten evaluieren
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