Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Entwicklungen im Homeoffice-Zeitalter
München () – In Haushalten mit mindestens einem Tag Homeoffice in der Woche liegt die Geburtenrate im Durchschnitt um 14 Prozent höher als in Haushalten ohne Homeoffice. Das würde bedeuten, dass eine von drei Frauen über den Lebensverlauf ein Kind mehr bekommt als Vergleichsgruppen ohne Homeoffice, wie eine neue Studie des Ifo-Instituts und der Universität Stanford für 38 Länder ergab. „Wenn beide Partner im Homeoffice arbeiten, ist der Effekt am größten. Das umfasst sowohl die Zahl der bereits Geborenen als auch die der geplanten Kinder“, sagte Ifo-Forscher Mathias Dolls.
Besonders stark ist der Homeoffice-Effekt in den USA: Wenn beide Partner mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice arbeiten, sind die Geburten pro Frau um 18 Prozent höher im Vergleich zu Paaren ohne Homeoffice. „Unsere Ergebnisse sprechen dafür, dass ein breiterer Zugang zu Homeoffice die Zahl der Kinder erhöht – vermutlich, weil dadurch der zeitliche und organisatorische Aufwand sinkt, der nötig ist, um Beruf und Familie zu vereinbaren“, so Dolls.
„Mehr Flexibilität durch Homeoffice könnte dazu beitragen, dass Menschen ihre gewünschte Familiengröße eher verwirklichen können“, so Dolls. Eine Anhebung der Homeoffice-Quote auf das US-Niveau könnte für 13.500 zusätzliche Geburten pro Jahr in Deutschland sorgen. „Mehr Homeoffice allein kann das demografische Problem zwar nicht lösen. Es kann aber ein Baustein sein, um den Trend sinkender Geburtenraten etwas abzumildern.“
Grundlage der Studie sind Umfragedaten für 38 Länder des Global Survey of Working Arrangements. Die Analyse konzentriert sich auf Befragte im Alter von 20 bis 45 Jahren. Die Forscher erfassen dabei den Zusammenhang zwischen Homeoffice-Quoten einerseits und der tatsächlichen Geburtenziffer zwischen 2023 und 2025, den geplanten zukünftigen Kindern sowie der Geburtenrate über den gesamten Lebensverlauf andererseits.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Mutter mit Kinderwagen (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Geburtenrate in Homeoffice-Haushalten 14 % höher als in Haushalten ohne Homeoffice.
- Effekt ist am größten, wenn beide Partner im Homeoffice arbeiten.
- Anhebung der Homeoffice-Quote auf US-Niveau könnte zusätzliche 13.500 Geburten pro Jahr in Deutschland bringen.
Warum ist das wichtig?
- Höhere Geburtenrate in Haushalten mit Homeoffice zeigt wichtige Verbindung zwischen Beruf und Familie.
- Flexibilität durch Homeoffice kann helfen, die Familienplanung zu erleichtern und mehr Kinderwünsche zu erfüllen.
- Anhebung der Homeoffice-Quote könnte zur Abmilderung demografischer Probleme beitragen.
Wer ist betroffen?
- Frauen in Haushalten mit Homeoffice
- Paare, in denen beide Partner im Homeoffice arbeiten
- Befragte im Alter von 20 bis 45 Jahren
Zahlen/Fakten?
- Geburtenrate in Haushalten mit Homeoffice um 14 Prozent höher als ohne Homeoffice.
- In den USA sind bei Paaren mit Homeoffice die Geburten um 18 Prozent höher.
- Anhebung der Homeoffice-Quote auf US-Niveau könnte in Deutschland 13.500 zusätzliche Geburten pro Jahr bringen.
Wie geht’s weiter?
- Erhöhung der Homeoffice-Quote könnte zu 13.500 zusätzlichen Geburten pro Jahr in Deutschland führen
- Flexibilisierung durch Homeoffice könnte Familienplanung unterstützen
- Weitere Analyse der Geburtenziffer bis 2025 erforderlich
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