Gesellschaft: Ausbildung in Gütersloh
Gütersloh () – Neun von zehn Auszubildenden in Deutschland sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Das ergab eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Fast ebenso viele, nämlich 87 Prozent, würden sich erneut für ihren derzeitigen Ausbildungsberuf entscheiden. Die befragten Auszubildenden bewerteten nicht nur ihre Ausbildung insgesamt positiv, sondern auch die Atmosphäre in ihren Teams und die Sinnhaftigkeit ihrer Aufgaben.
Trotz des positiven Bildes der Berufsausbildung bleibt der Zugang für viele junge Menschen, insbesondere für jene mit niedriger Schulbildung, schwierig. 2025 gingen etwa 84.000 Bewerber bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer aus, während gleichzeitig 54.400 Ausbildungsstellen unbesetzt blieben. Dass dies 22 Prozent weniger waren als 2024, ist laut Studie kein Zeichen für eine bessere Vermittlung: Das Angebot an Ausbildungsplätzen sank um fünf Prozent. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ging um zwei Prozent auf rund 476.000 zurück.
Die Diskrepanz zwischen unbesetzten Stellen und erfolglosen Bewerbern hat mehrere Ursachen, darunter regionale Unterschiede und die Gewichtung von Schulnoten in Auswahlverfahren. Experten der Stiftung fordern, den Zugang zur Ausbildung zu erleichtern und stärker auf praktische Fähigkeiten als auf Schulnoten zu achten. Fabian Schaffer von der Bertelsmann-Stiftung sagte, dass betriebsnahe Zugänge wie längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen ausgebaut werden sollten.
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Neun von zehn Auszubildenden in Deutschland sind mit ihrer Ausbildung zufrieden und 87 Prozent würden sich erneut für ihren Ausbildungsberuf entscheiden
- Trotz hoher Zufriedenheit bleiben viele Ausbildungsplätze unbesetzt: 2025 blieben 54.400 Stellen offen und 84.000 Bewerber gingen leer aus
- Die Stiftung fordert bessere Zugangswege wie längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen sowie stärkere Gewichtung praktischer Fähigkeiten statt Schulnoten
Warum ist das wichtig?
- Hohe Zufriedenheit und Wunsch nach Wiederwahl zeigen, dass Ausbildungen insgesamt attraktiv und sinnvoll sind
- Trotz positiver Lage bleiben viele Bewerbungen erfolglos, was ungenutzte Chancen für junge Menschen und Betriebe verursacht
- Verbesserter Zugang durch mehr praxisnahe Wege und weniger Gewichtung von Schulnoten kann die Vermittlung zwischen Bewerbern und Ausbildungsstellen erhöhen
Wer ist betroffen?
- Neun von zehn Auszubildenden in Deutschland
- 84.000 Bewerber, die 2025 bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz leer ausgingen
- Junge Menschen mit niedriger Schulbildung
Zahlen/Fakten?
- 90 Prozent der Auszubildenden in Deutschland sind mit ihrer Ausbildung zufrieden
- 87 Prozent würden sich erneut für ihren derzeitigen Ausbildungsberuf entscheiden
- 2025 gingen 84.000 Bewerber leer aus; 54.400 Ausbildungsstellen blieben unbesetzt; neu abgeschlossene Ausbildungsverträge: rund 476.000
Wie geht’s weiter?
- Zugang zur Ausbildung erleichtern und stärker auf praktische Fähigkeiten statt Schulnoten achten
- betriebsnahe Zugänge ausbauen, etwa längere Praktika und Einstiegsqualifizierungen
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