"Sondervermögen" ist "Unwort des Jahres" 2025

13. Januar 2026
1 min Lesezeit

"Sondervermögen" ist "Unwort des Jahres" 2025

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Sprachkritik in der Politik 2025

() – Der Begriff „Sondervermögen“ ist zum „Unwort des Jahres“ 2025 gekürt worden.

Der Ausdruck sei seit einigen Jahren im gesellschaftlichen Diskurs präsent, teilte die Jury am Dienstag in Marburg mit. Im Jahr 2025 sei er im öffentlich-politischen Sprachgebrauch vermehrt verwendet worden und habe sehr deutlich die politischen Debatten über Staatsverschuldung und Investitionsprogramme geprägt.

Der Gebrauch des Technizismus in der öffentlichen Kommunikation verdecke, was mit ihm gemeint sei: die Aufnahme von Schulden, hieß es weiter. Die Jury kritisierte diesen Gebrauch, weil durch ihn Tatsachen verschleiert würden und wegen seiner manipulativen Wirkung. Dadurch würden demokratische Debatten über die Notwendigkeit der Schuldenaufnahme unterminiert: Verständlichkeit und Aufrichtigkeit würden hinsichtlich der aufgenommenen Schulden vermieden. Wo politische Kommunikation alle Bürger betreffe, sei das sprachkritische Einmahnen von Klarheit und Angemessenheit in der Sprache diskursethisch geboten, so die Jury.

Auch die Begriffe „Zustrombegrenzungsgesetz“ und „Umsiedlung“ landeten 2025 auf der Liste. Insgesamt gab es 2.631 Einsendungen. Unter den häufigsten Einsendungen (mehr als 10), die aber nicht zwingend den Kriterien der Jury entsprechen, waren: Babyboomer (16), Brandmauer (22), Deal (215), Drecksarbeit (91), Friedensangst (582), hocheffizienter Verbrenner (22), kriegstüchtig (42), Ladeerlebnis (154), Sondervermögen (79), Stadtbild (141), tatsächlich (20), Technologieoffenheit (36), umstritten (427), Zustrombegrenzungsgesetz (17).

Die Jury der Aktion „Unwort des Jahres“ besteht aus vier Sprachwissenschaftlern und einer Journalistin. Im jährlichen Wechsel wird sie zudem durch ein weiteres Mitglied aus dem Bereich des öffentlichen Kultur- und Medienbetriebes ergänzt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wörterbuch (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Der Begriff "Sondervermögen" wurde zum "Unwort des Jahres" 2025 gekürt.
  • Der Begriff verdeckt die Aufnahme von Schulden und beeinflusst politische Debatten über Staatsverschuldung.
  • Weitere Begriffe auf der Liste waren "Zustrombegrenzungsgesetz" und "Umsiedlung".

Warum ist das wichtig?

  • Verdeutlichung der manipulativen Wirkung des Begriffs auf politische Debatten
  • Förderung von Klarheit und Verständlichkeit in der politischen Kommunikation
  • Verlust von Aufrichtigkeit in der Diskussion über Staatsverschuldung

Wer ist betroffen?

  • Bürger
  • Politik
  • Jury der Aktion "Unwort des Jahres"

Zahlen/Fakten?

  • "Sondervermögen" zum "Unwort des Jahres" 2025 gekürt
  • 2.631 Einsendungen insgesamt
  • Häufigste Einsendungen: "umstritten" (427), "Deal" (215), "Friedensangst" (582)

Wie geht’s weiter?

  • Diskussion über Schuldenaufnahme verstärken
  • Sprachliche Klarheit in der politischen Kommunikation fördern
  • Gesellschaftlichen Diskurs über Begriffe wie "Unwort des Jahres" anregen
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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