Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Auswirkungen der Mütterrente in Deutschland
Berlin () – Die Mütterrente hat seit ihrer Einführung im Jahr 2014 rund 119 Milliarden Euro an Kosten verursacht. Das geht aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervor, über die die Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ berichten.
Derzeit kostet die Mütterrente demnach pro Jahr rund 13,5 Milliarden Euro, die von der Rentenversicherung getragen werden. Es geht dabei um die bessere Anerkennung der Erziehungsleistung von Frauen der älteren Generation – konkret von jenen, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben.
Ab 2027 ist eine erneute Ausweitung der Mütterrente geplant, wodurch die jährlichen Kosten noch mal um 5 Milliarden Euro wachsen. Diese zusätzlichen Milliarden sollen aus Steuermitteln finanziert werden. Die Gesamtkosten für die Mütterrente, wenn auch aus verschiedenen Töpfen beglichen, steigen dann auf rund 18,5 Milliarden Euro jährlich.
Jüngere Politiker in der Koalition, aber auch Experten, sehen die Mütterrente kritisch, weil das Rentensystem wegen der Alterung der Gesellschaft ohnehin unter großem finanziellem Druck stehe. Der CDU-Wirtschaftsrat – ein Lobbyverband außerhalb der Partei – forderte zuletzt die Abschaffung der Mütterrente. Diese wurde Mitte 2014 eingeführt. Frauen mit Geburten vor 1992 waren bei der Rentenberechnung zuvor stark benachteiligt: Während für nach 1992 geborene Kinder drei Erziehungsjahre angerechnet werden, war es bei Müttern und Vätern von früher geborenen Kindern zuvor nur ein Jahr.
2014 wurde die angerechnete Erziehungszeit bei älteren Frauen mit der Mütterrente I zunächst von einem auf zwei Jahre erhöht. Damals lagen die jährlichen Kosten laut Rentenversicherung bei etwa 7 Milliarden Euro. 2019 wurde die Anrechnungszeit noch mal um sechs Monate erhöht (Mütterrente II): auf zweieinhalb Jahre. Damit stiegen die jährlichen Kosten zunächst auf mehr als 12 Milliarden Euro. Mit der Mütterrente III, die im vergangenen Dezember im Bundestag beschlossen wurde, soll schließlich eine Ausweitung um weitere sechs Monate auf drei Jahre folgen – und damit eine komplette Gleichstellung der Erziehungszeiten für Kinder, die vor und nach 1992 geboren wurden.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Seniorin (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Mütterrente hat seit 2014 rund 119 Milliarden Euro gekostet.
- Ab 2027 ist eine Ausweitung geplant, die jährliche Kosten auf etwa 18,5 Milliarden Euro steigern soll.
- Kritische Stimmen aus der Politik und von Experten fordern die Abschaffung der Mütterrente.
Warum ist das wichtig?
- Hohe finanzielle Belastung für das Rentensystem durch Mütterrente
- Geplante Erhöhung der Mütterrente führt zu weiter ansteigenden Kosten
- Kritische Stimmen bezüglich der Nachhaltigkeit aufgrund der demografischen Entwicklung
Wer ist betroffen?
- Frauen der älteren Generation, die vor 1992 Kinder zur Welt gebracht haben
- Jüngere Politiker in der Koalition
- Experten und Lobbyverbände wie der CDU-Wirtschaftsrat
Zahlen/Fakten?
- 119 Milliarden Euro Kosten seit Einführung der Mütterrente 2014
- Aktuelle jährliche Kosten von 13,5 Milliarden Euro
- Geplante Kostensteigerung um 5 Milliarden Euro ab 2027, insgesamt 18,5 Milliarden Euro jährlich
Wie geht’s weiter?
- Ab 2027 weitere Ausweitung der Mütterrente geplant
- Kostensteigerung um 5 Milliarden Euro jährlich
- Diskussion über Abschaffung der Mütterrente durch CDU-Wirtschaftsrat
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