Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Herausforderungen digitaler Gewalt in Berlin
Berlin () – Die frühere Grünenchefin Ricarda Lang hat selbst Erfahrung mit digitaler sexualisierter Gewalt gemacht.
Dem „Spiegel“ sagte sie: „Ich weiß auch von mindestens einem Deepfake-Porno, in dem es so aussieht, als zeigten die Aufnahmen mich.“ Digitale Gewalt habe sie von Beginn ihrer politischen Karriere an begleitet. Ein Deepfake-Porno fühle sich „schlimmer an als jede Beleidigung. Dreidimensionaler, persönlicher. Obwohl ich weiß, dass es ein Fake ist, dass das nicht ich bin.“
Lang hatte im Zuge der Vorwürfe, die die Schauspielerin Collien Fernandes gegen Christian Ulmen erhebt, zehn Forderungen zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt formuliert. Darunter ist die Strafbarkeit von sexualisierten Deepfakes und ein strikteres Vorgehen gegen Digitalplattformen, auf denen solche Bilder und Videos erstellt oder verbreitet werden. „Es geht hier um eine Grundsatzfrage: Wer ist mächtiger, unsere Demokratie oder US-amerikanische Tech-Oligarchen?“, sagte Lang.
Der Entschluss, sich zu exponieren, sei durch die Wucht der Debatte gekommen. „Es gab die innere Stimme, die sagte: ›Lass es, du willst doch für deine Fachthemen wahrgenommen werden‹“, sagte sie. Aber sie fühle eine Verantwortung als Politikerin, aus so einem prominenten Fall eine politische Debatte zu machen. Ihr sei außerdem „aufgefallen, dass es viel Kraft kostet, das Thema zu verdrängen. Es kostet Kraft, ein politisches Klima zu erdulden, in dem nur die Karriere machen können, die Hornhaut auf der Seele haben.“
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ricarda Lang (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ricarda Lang berichtete von Erfahrungen mit digitaler sexualisierter Gewalt, einschließlich eines Deepfake-Pornos, der sie zeigt.
- Sie formulierte zehn Forderungen zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt, darunter die Strafbarkeit von Deepfakes.
- Lang fühlt sich verantwortlich, eine politische Debatte über das Thema einzuleiten.
Warum ist das wichtig?
- Wichtiges Thema der digitalen Gewalt und deren Auswirkungen auf Betroffene
- Notwendigkeit rechtlicher Rahmenbedingungen gegen sexualisierte Deepfakes und Verantwortung von Plattformen
- Anstoß zu politischer Debatte über Machtverhältnisse zwischen Demokratie und Tech-Konzerne
Wer ist betroffen?
- Ricarda Lang
- Opfer digitaler sexualisierter Gewalt
- Betroffene von Deepfake-Pornos
Zahlen/Fakten?
- Ricarda Lang hat Erfahrung mit digitaler sexualisierter Gewalt gemacht.
- Sie kennt mindestens einen Deepfake-Porno, der sie darstellt.
- Lang fordert die Strafbarkeit von sexualisierten Deepfakes.
Wie geht’s weiter?
- Forderungen zur Bekämpfung sexualisierter Gewalt umsetzen
- Diskussion über Strafbarkeit von sexualisierten Deepfakes vorantreiben
- Politische Debatte über die Machtverhältnisse zwischen Demokratie und Tech-Oligarchen initiieren
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