Gesundheit in Deutschland: Krankenstand
Hamburg () – Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken. Das ergab eine Auswertung der DAK-Gesundheit, die eine Analyse der Fehlzeiten von 2,2 Millionen Beschäftigten durchgeführt hat.
Der Krankenstand lag demnach bei 5,3 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Besonders auffällig war der Rückgang der Atemwegserkrankungen um 21 Prozent, während Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen um neun Prozent zunahmen. Damit sind psychische Erkrankungen nun die häufigste Ursache für Fehlzeiten.
DAK-Vorstandschef Andreas Storm bezeichnete den leichten Rückgang beim Krankenstand als erfreulich. Die Analyse zeige, wie schnell sich Fehlzeiten durch das reale Krankheitsgeschehen entwickeln können. „Handlungsbedarf besteht vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen.“ Storm begrüßte die Präventionsoffensive für eine gesunde Arbeitswelt und die geplante Einführung einer Teilkrankschreibung als geeignete Instrumente, um den Krankenstand nachhaltig senken zu können.
Die Analyse zeigte zudem, dass der Krankenstand in allen Altersgruppen unter 55 Jahren zurückging, besonders stark bei jungen Beschäftigten. Bei den 15- bis 19-Jährigen und den 20- bis 24-Jährigen sank der Krankenstand jeweils um 0,3 Prozentpunkte. Im Gegensatz dazu verzeichnete die Altersgruppe der Über-60-Jährigen ein Plus von 0,3 Prozentpunkten beim Krankenstand, da die Dauer der Krankschreibungen gestiegen ist. Die durchschnittliche Erkrankungsdauer erhöhte sich leicht von 9,5 Tagen im ersten Halbjahr 2025 auf 9,7 Tage im Jahr 2026.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ärztehaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Was ist passiert?
- Der Krankenstand in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2026 leicht gesunken und lag bei 5,3 Prozent
- Atemwegserkrankungen gingen um 21 Prozent zurück, während Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen um 9 Prozent zunahmen
- In allen Altersgruppen unter 55 Jahren sank der Krankenstand, während die über-60-Jährigen einen Anstieg um 0,3 Prozentpunkte verzeichneten
Warum ist das wichtig?
- Der leicht gesunkene Krankenstand zeigt, dass Prävention und Arbeitswelt-Maßnahmen kurzfristig Wirkung entfalten können
- Der starke Rückgang bei Atemwegserkrankungen ist wichtig für das Verständnis, welche Krankheitsgruppen die Fehlzeiten gerade am meisten beeinflussen
- Steigende Krankschreibungen bei psychischen Erkrankungen machen klar, dass gezielte Unterstützung und Maßnahmen gegen psychische Belastungen nötig sind
Wer ist betroffen?
- Beschäftigte in Deutschland (2,2 Millionen, ausgewertet durch die DAK-Gesundheit)
- Beschäftigte unter 55 Jahren, besonders junge Beschäftigte (15- bis 24-Jährige)
- Beschäftigte über 60 Jahre (Krankenstand mit Plus, aufgrund längerer Krankschreibungen)
Zahlen/Fakten?
- Krankenstand 1. Halbjahr 2026: 5,3 Prozent; 0,1 Prozentpunkte unter Vorjahr
- Auswertung von Fehlzeiten: 2,2 Millionen Beschäftigte
- Rückgang Atemwegserkrankungen: 21 Prozent; Zunahme psychische Erkrankungen: 9 Prozent
- Durchschnittliche Erkrankungsdauer: von 9,5 Tagen (1. Halbjahr 2025) auf 9,7 Tage (2026)
Wie geht’s weiter?
- Handlungsbedarf besteht vor allem bei der großen Zahl von Langzeiterkrankungen mit vielen Fehltagen
- Teilkrankschreibung soll eingeführt werden, um den Krankenstand nachhaltig zu senken
- Präventionsoffensive für eine gesunde Arbeitswelt soll weiter greifen, auch angesichts zunehmender psychischer Erkrankungen
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