Nordrhein-Westfalen - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Gesundheitsstatistiken in Nordrhein-Westfalen
Düsseldorf () – In Nordrhein-Westfalen waren die Menschen 2025 laut einer Auswertung der Krankenkasse DAK öfter krank als im Bundesschnitt. „DAK-versicherte Beschäftigte waren durchschnittlich an 20,4 Kalendertagen krankgeschrieben und hatten demnach genauso viel Arbeitsausfall wie im Vorjahr“, heißt es in einer unveröffentlichten Auswertung der DAK, über die die „Rheinische Post“ in ihrer Mittwochausgabe berichtet.
„Beschäftigte kamen 2025 im Bundesdurchschnitt auf 19,5 krankheitsbedingte Fehltage pro Kopf“, heißt es weiter.
„Deutlich höher lagen die Fehlzeiten in Sachsen-Anhalt sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Baden-Württemberg wies bundesweit den geringsten Arbeitsausfall auf.“
Die hohen Krankenstände lassen sich auf drei Ursachen zurückführen: „Die meisten Fehltage gingen auf das Konto von psychischen Erkrankungen. Sie verursachen 7,9 Prozent mehr Fehltage als 2024“, schreibt die Kasse in der unveröffentlichten Studie.
Psychische Erkrankungen verursachten 405 Fehltage je 100 Versicherte, im Jahr 2024 waren es „nur“ 376 Fehltage.
Auf Platz zwei kamen Atemwegserkrankungen wie Bronchitis.
Sie lagen mit 379 Fehltagen je 100 Versicherte leicht unter Vorjahresniveau. Auf Platz drei folgten Muskel-Skelett-Probleme etwa am Rücken, die mit 366 Tagen je 100 Versicherte im Vergleich zu 2024 ungefähr stabil blieben, heißt es in der Auswertung.
„Es ist jetzt notwendig, eine fundierte Ursachenforschung voranzutreiben und neue Lösungswege zu entwickeln“, sagte Anke Eschweiler, Vize-Landeschefin der DAK, der Redaktion.
Dafür müssten Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzte und Krankenkassen zusammenarbeiten. „Gute Arbeitsbedingungen und eine starke Unternehmenskultur sind zentrale Hebel, um den Krankenstand zu senken“, so Eschweiler.
Das Berliner Institut IGES hat die Daten von 414.600 erwerbstätigen DAK-Versicherten in NRW ausgewertet.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | DAK (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Krankheitskrankenstand in NRW 2025 über dem Bundesschnitt; 20,4 Krankentage für DAK-Versicherte.
- Hauptursachen für Fehltage: psychische Erkrankungen (+7,9 %), Atemwegserkrankungen, Muskel-Skelett-Probleme.
- Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Ärzten und Krankenkassen zur Senkung des Krankenstandes.
Warum ist das wichtig?
- Höhere Krankheitsstände in NRW erfordern gezielte Ursachenforschung und Lösungsentwicklung.
- Psychische Erkrankungen als Hauptursache für steigende Fehlzeiten.
- Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Ärzten und Krankenkassen wichtig zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Wer ist betroffen?
- DAK-versicherte Beschäftigte in Nordrhein-Westfalen
- Beschäftigte in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg
- Arbeitgeber, Gewerkschaften, Ärzte, Krankenkassen
Zahlen/Fakten?
- DAK-versicherte Beschäftigte in NRW waren 2025 im Durchschnitt 20,4 Kalendertage krankgeschrieben.
- Bundesdurchschnitt der krankheitsbedingten Fehltage 2025: 19,5 Tage pro Kopf.
- Psychische Erkrankungen verursachten 405 Fehltage je 100 Versicherte, 7,9 Prozent mehr als 2024.
Wie geht’s weiter?
- Fundierte Ursachenforschung vorantreiben
- Neue Lösungswege entwickeln
- Zusammenarbeit von Arbeitgebern, Gewerkschaften, Ärzten und Krankenkassen stärken
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