Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesellschaftliche Anerkennung der Jenischen in Deutschland
Berlin () – Die im Nationalsozialismus verfolgte Gruppe der Jenischen hat dem Bundesinnenministerium mehrere Gutachten vorgelegt, mit denen sie ihren Anspruch unterstreicht, als fünfte nationale Minderheit anerkannt zu werden. Das berichtet der „Spiegel“ (Mittwochausgabe).
Bislang geht die Bundesregierung davon aus, dass sich die Jenischen nicht durch eine eigene Sprache, Kultur und Geschichte vom Mehrheitsvolk unterscheiden und somit nicht alle Kriterien zur Anerkennung erfüllen. Dem wird in den Gutachten widersprochen.
Der Beauftragte der Bundesregierung für nationale Minderheiten, Bernd Fabritius (CSU), erklärte, eine Auswertung der Materialien stehe noch aus. „Bis auf Weiteres gilt die bisherige Position der Bundesregierung“, so Fabritius.
Die Wurzeln der Jenischen, die als „Landfahrer“ diskriminiert wurden, gehen mutmaßlich bis ins Mittelalter zurück. Schätzungsweise 200.000 Jenische sollen in Deutschland leben. In der Bundesrepublik gelten offiziell bislang Dänen, Friesen, Sorben sowie Sinti und Roma als nationale Minderheiten.
Der Vorsitzende des Zentralrats der Jenischen Deutschlands, Renaldo Schwarzenberger, warf der Bundesregierung vor, sich mit ihrer Haltung auf den Treffen europäischer Minderheiten „zu isolieren“. In der Schweiz werden die Jenischen seit Längerem als Minderheit anerkannt.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Renaldo Schwarzenberger (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jenische legen Gutachten beim Bundesinnenministerium vor, um Anerkennung als nationale Minderheit zu fordern.
- Bundesregierung sieht keine Differenzierung der Jenischen vom Mehrheitsvolk, Auswertung der Gutachten steht noch aus.
- In der Schweiz sind die Jenischen bereits als Minderheit anerkannt.
Warum ist das wichtig?
- Anerkennung als nationale Minderheit fördert gesellschaftliche Teilhabe und Identitätsstärkung der Jenischen
- Widerspruch gegen die bestehende Wahrnehmung stärkt den Diskurs über Minderheitenrechte
- Vergleich mit anderen Ländern (z.B. Schweiz) verdeutlicht Bedarf an Gleichbehandlung
Wer ist betroffen?
- Jenische
- Bundesregierung
- Bernd Fabritius
Zahlen/Fakten?
- Schätzungsweise 200.000 Jenische leben in Deutschland.
- In der Bundesrepublik gelten bislang Dänen, Friesen, Sorben sowie Sinti und Roma als nationale Minderheiten.
- Die Wurzeln der Jenischen gehen mutmaßlich bis ins Mittelalter zurück.
Wie geht’s weiter?
- Auswertung der Gutachten durch das Bundesinnenministerium steht noch aus
- Bisherige Position der Bundesregierung bleibt bis auf Weiteres gültig
- Kritische Haltung der Jenischen gegenüber der Isolation auf europäischen Treffpunkten
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