FCAS: Luftfahrtindustrie will zwei Eurofighter-Nachfolger

9. Februar 2026
1 min Lesezeit

FCAS: Luftfahrtindustrie will zwei Eurofighter-Nachfolger

Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt

Verteidigungspolitik: Debatte zum FCAS-Kampfjet

() – Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) und die IG Metall fordern, beim deutsch-französisch-spanischen Kampfjetprojekt FCAS die Entwicklung eines gemeinsamen bemannten Flugzeugs aufzugeben.

„Wir brauchen jetzt ein Bekenntnis zu zwei Flugzeugen innerhalb von FCAS – aus Verantwortung gegenüber der Sicherheit Europas, gegenüber den Beschäftigten und gegenüber der Idee eines selbstbestimmten, handlungsfähigen Europas“, schreiben BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn und der Zweite Vorsitzende der Gewerkschaft, Jürgen Kerner, in einem Gastbeitrag für das „Handelsblatt“.

Mit FCAS soll ein Verbund aus bemannten Kampfflugzeugen, Begleitdrohnen und neuartigen Kommunikationssystemen entstehen. Allerdings gibt es ein Zerwürfnis, für das von Hahn und Kerner dem französische Flugzeugbauer Dassault Vorwürfe machen. „Diese rigorose Haltung ist nicht mehr als Führungsanspruch unter gleichberechtigten Partnern zu verstehen – sie ist vielmehr eine Aufforderung an uns zur industriellen Selbstaufgabe. Pardon, aber das geht gar nicht“, schreiben sie. Kooperation lebe von Augenhöhe, nicht von Unterordnung.

Von Hahn und Kerner werben dafür, bei Antrieb, unbemannten Systemen, Vernetzung und Sensorik, wo bereits Fortschritte erzielt worden seien, weiter zusammenzuarbeiten, aber bei der Entwicklung des bemannten Kampfjets eigene Wege zu gehen. verfüge über eine langjährige und umfassende Expertise im Flugzeugbau. „In der Kombination mit einem robust ausgestatteten Bundeshaushalt sind wir in der Lage, selbstbewusst zu investieren und damit industriepolitisch mutige Wege zu beschreiten: Wir schließen uns nicht länger einem multinationalen Vorhaben an, sondern setzen ein eigenes Programm auf und suchen anschließend nach Partnern, die sich beteiligen möchten“, schlagen von Hahn und Kerner vor. Verantwortung für die Sicherheit Europas zu übernehmen, heiße auch, „aus einer Position industrieller Stärke heraus zu führen“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Eurofighter (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • BDLI und IG Metall fordern Aufgabe der gemeinsamen Entwicklung eines bemannten Flugzeugs im FCAS-Projekt.
  • Vorwürfe gegen Dassault wegen eines Führungsanspruchs unter gleichberechtigten Partnern.
  • Deutschland soll eigene Wege in der Entwicklung des bemannten Kampfjets gehen und nach Partnern suchen.

Warum ist das wichtig?

  • Verantwortung für die Sicherheit Europas übernehmen
  • Förderung der industriellen Stärke durch eigene Programme
  • Förderung der Zusammenarbeit auf Augenhöhe statt Unterordnung

Wer ist betroffen?

  • Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI)
  • IG Metall
  • Beschäftigte in der Luft- und Raumfahrtindustrie

Zahlen/Fakten?

  • Entwicklung eines gemeinsamen bemannten Flugzeugs im FCAS-Projekt wird aufgegeben.
  • FCAS umfasst bemannte Kampfflugzeuge, Begleitdrohnen und Kommunikationssysteme.
  • Deutschland plant, ein eigenes Programm aufzusetzen und nach Partnern zu suchen.

Wie geht’s weiter?

  • Entwicklung eines eigenen Programms für den bemannten Kampfjet anstoßen
  • Weiterhin bei Antrieb, unbemannten Systemen, Vernetzung und Sensorik zusammenarbeiten
  • Nach Partnern suchen, die sich am neuen Programm beteiligen möchten
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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