Schweizer stimmen gegen drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags

8. März 2026
1 min Lesezeit

Schweizer stimmen gegen drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Volksabstimmungen in der Schweiz 2023

Bern () – Die Schweizer haben sich in einer Volksabstimmung gegen eine drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags ausgesprochen. Laut ersten Hochrechnungen des Instituts GfS Bern votierten am Sonntag nur 38 Prozent der Teilnehmer für und 62 Prozent gegen die Vorlage zur SRG-Initiative.

Die Initianten hatten eine Beschränkung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) auf einen „unerlässlichen Dienst für die Allgemeinheit“ angemahnt. Unter der Überschrift „200 Franken sind genug“ hatten sie gefordert, die Medienabgabe für Privathaushalte auf 200 Franken pro Jahr zu begrenzen und alle Unternehmen von der Abgabepflicht zu befreien. Bisher liegt die Abgabe bei 335 Franken pro Jahr – perspektivisch soll der Betrag nach den bisherigen Gesetzesplänen auf 300 Franken sinken.

Befürworter hatten argumentiert, dass eine Senkung dazu führen würde, dass die Schweizer mehr Geld in der Tasche hätten und dass für Unternehmen und Gewerbebetriebe eine ungerechte Doppelbelastung wegfallen würde. Gegner warnten wiederum vor einer qualitativ deutlich schlechteren Berichterstattung aus den Regionen. Bundesrat, Parlament und Ständerat hatten die Initiative zur Ablehnung empfohlen.

Insgesamt wurde am Sonntag über vier nationale Vorlagen entschieden. Neben der SRG-Initiative ging es auch um eine Reform des Steuersystems hin zu einer Individualbesteuerung, um eine Klimafonds-Initiative sowie um die Festschreibung der Verfügbarkeit von Bargeld in der Verfassung, wobei bei letzterer Initiative auch über einen Gegenentwurf abgestimmt wurde.

Der Gegenentwurf von Bundesrat und Parlament, der den Auftrag der Nationalbank unterstreicht, ist auch die Initiative, die laut ersten Hochrechnungen mit 73 Prozent Zustimmung auf die klarste Mehrheit kam. Bei der Individualbesteuerung (56 Prozent Ja und 44 Prozent Nein) ist ein Ja-Trend abzusehen. Die anderen Initiativen wurden abgelehnt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Wahllokal in der (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Schweizer lehnen drastische Kürzung des Rundfunkbeitrags ab (62 % gegen die Initiative).
  • SRG-Initiative forderte Begrenzung der Medienabgabe auf 200 Franken pro Jahr.
  • Weitere nationale Vorlagen behandelt, darunter Individualbesteuerung und Klimafonds-Initiative.

Warum ist das wichtig?

  • Erhalt der finanziellen Basis der SRG für qualitativ hochwertige Berichterstattung
  • Vermeidung einer ungerechten Doppelbelastung für Unternehmen
  • Bedeutung der Volksabstimmung für die öffentliche Meinung und zukünftige Medienfinanzierung

Wer ist betroffen?

  • Schweizer Bevölkerung
  • Privathaushalte
  • Unternehmen

Zahlen/Fakten?

  • 62 Prozent der Teilnehmer lehnten die SRG-Initiative ab
  • Aktueller Rundfunkbeitrag bei 335 Franken pro Jahr, soll perspektivisch auf 300 Franken sinken
  • 73 Prozent Zustimmung für den Gegenentwurf der Nationalbank

Wie geht’s weiter?

  • Weiterverarbeitung der Entscheidung zur SRG-Initiative durch die Regierung
  • Prüfung der Möglichkeit einer neuen Initiative zur Medienabgabe
  • Umsetzung der beschlossenen Reformen aus der Volksabstimmung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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