Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Bildungsoffensive in Deutschland: Ganztagsbetreuung gefordert
Berlin () – Ab dem kommenden Sommer gilt in Deutschland der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule – doch es fehlen aktuell noch 166.000 Plätze, um den Bedarf in den Familien zu decken. Das geht aus dem Bericht des Bundesfamilienministeriums hervor, der an diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll und über den der „Spiegel“ berichtet.
Der Mangel ist dabei ungleich verteilt: Die ostdeutschen Bundesländer und Hamburg können laut des Berichts voraussichtlich alle Betreuungswünsche der Eltern erfüllen; in manchen Gegenden Ostdeutschlands werden künftig wahrscheinlich sogar Plätze frei bleiben. Anders in den westdeutschen Flächenländern: Baden-Württemberg müsste 32.000 zusätzliche Ganztagsplätze in den kommenden neun Monaten schaffen. In Bayern fehlen 42.000 Plätze, in Hessen 15.000, in Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein jeweils 8000. Am größten ist die Lücke in Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es nach den Berechnungen des Bundesfamilienministeriums derzeit 47.000 Betreuungsplätze zu wenig.
Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte dem „Spiegel“, es sei „erfreulich“, dass der Bericht „einen deutlichen Anstieg des Platzangebots“ zeige. Um die verbleibende Lücke zu schließen, „müssen wir – Bund, Länder und Kommunen – gemeinsam den Ausbau weiter vorantreiben und kindgerechte Ganztagsplätze schaffen“. Im Ganztag liege „eine große Chance, um Kinder unabhängig vom Hintergrund ihrer Eltern zum Bildungserfolg zu führen“, sagt Prien weiter. Gleichzeitig gehe es darum, „die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – vor allem für Mütter – zu verbessern“.
Der Rechtsanspruch gilt ab dem 1. August 2026 zunächst nur für die Kinder in den ersten Klassen und wird danach jährlich um je einen Jahrgang ausgeweitet. Ab dem Schuljahr 2029/2030 gilt der Rechtsanspruch dann für alle Kinder in den Klassenstufen eins bis vier.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Kinder in einer Schule (Archiv) |
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Ab Sommer besteht in Deutschland ein Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in Grundschulen.
- Aktuell fehlen 166.000 Plätze, insbesondere in westdeutschen Bundesländern.
- Bundesbildungsministerin betont die Notwendigkeit, gemeinsam die Lücke zu schließen.
Warum ist das wichtig?
- Sicherstellung der Ganztagsbetreuung für alle Grundschulkinder ist entscheidend für Chancengleichheit im Bildungsbereich.
- Mangelnde Plätze behindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für Mütter.
- Notwendigkeit der Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen zur Schließung der Lücken in der Betreuungsinfrastruktur.
Wer ist betroffen?
- Kinder in Grundschulen
- Eltern, die Betreuung benötigen
- Bildungseinrichtungen in westdeutschen Flächenländern
Zahlen/Fakten?
- 166.000 fehlende Plätze für Ganztagsbetreuung in Deutschland
- 32.000 Plätze fehlen in Baden-Württemberg
- 42.000 Plätze fehlen in Bayern
Wie geht’s weiter?
- Ausbau der Ganztagsbetreuungsplätze vorantreiben
- Mangel in westdeutschen Bundesländern schließen
- Rechtsanspruch schrittweise ab 2026 auf alle Klassenstufen ausweiten
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