Wirtschaftsweiser kritisiert Bas-Vorschlag zur Rente

8. Dezember 2025
1 min Lesezeit

Wirtschaftsweiser kritisiert Bas-Vorschlag zur Rente

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaft: Kritische Stimmen zur Rentenreform in Berlin

() – Der Wirtschaftsweise Martin Werding sieht den Vorschlag von Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) zur Kopplung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre kritisch. „Der Vorschlag ist nicht neu und wenig zielgenau. Es klingt nach einer sinnvollen Flexibilisierung der Regelaltersgrenze. Es ist aber nicht ersichtlich, wie er das Rentensystem insgesamt tragfähig machen soll“, sagte Werding dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe).

„Denn es würde die Altersgrenze insgesamt nicht nach hinten verschieben – und daher auch nicht viel Geld sparen.“ Die Kopplung würde stattdessen darauf hinauslaufen, „dass sehr viele Menschen früher als andere in Rente gehen können, die das nicht nötig haben: gutverdienende Facharbeiter und eher Männer als Frauen“. Es wäre wie jetzt bei der Rente für besonders langjährig Versicherte, der sogenannten „Rente mit 63“, die mit 45 Beitragsjahren in Rente gehen können: „Wir wissen, dass der Großteil davon eben nicht abgearbeitet ist, wie viele Sozialdemokraten immer suggerieren. Sondern dass es sich eher um den goldenen Handschlag für die Elite der Facharbeiter handelt“, so der Bochumer Ökonom.

„Andersherum würde die Kopplung an die Beitragsjahre eben nicht die Härtefälle erreichen, die etwa wegen Krankheiten gar nicht viele Jahre in die Rentenkasse einzahlen können.“ Zudem würde die Neuerung „das Grundprinzip aushebeln, dass man Lebenszeit für Bildung investieren kann und dafür – im besten Fall – mehr Rente bekommt. So würde etwa der Anreiz für ein Studium geringer werden“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Martin Werding (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Martin Werding kritisiert den Vorschlag von Arbeitsministerin Bärbel Bas zur Kopplung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre.
  • Er sieht keine Verbesserung der Tragfähigkeit des Rentensystems und befürchtet, dass gutverdienende Facharbeiter früher in Rente gehen könnten.
  • Die Regelung würde Härtefälle nicht ausreichend berücksichtigen und könnte Anreize für Bildung verringern.

Warum ist das wichtig?

  • Kritische Einschätzung der Flexibilisierung des Renteneintrittsalters
  • Gefahr der finanziellen Ungerechtigkeit für bestimmte Gruppen
  • Mangelnde Berücksichtigung von Härtefällen und Anreizen für Bildung

Wer ist betroffen?

  • gutverdienende Facharbeiter
  • Männer
  • Frauen

Zahlen/Fakten?

  • Vorschlag zur Kopplung des Renteneintrittsalters an die Zahl der Beitragsjahre
  • Kritische Einschätzung: Keine signifikante Verschiebung der Altersgrenze
  • Beispiel "Rente mit 63": Mehrheit der Empfänger sind gutverdienende Facharbeiter

Wie geht’s weiter?

  • Kritische Bewertung des Vorschlags zur Kopplung des Renteneintrittsalters an Beitragsjahre.
  • Mangelnde Zielgenauigkeit und positive Effekte auf das Rentensystem nicht erkennbar.
  • Gefahr der Ungerechtigkeit für Menschen mit weniger Beitragsjahren, insbesondere bei Krankheiten.
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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