Wirtschaft soll weitere Strompreis-Entlastung erhalten

9. Juni 2026
1 min Lesezeit

Wirtschaft soll weitere Strompreis-Entlastung erhalten

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Wirtschaftliche Maßnahmen zur Strompreisentlastung in Deutschland

() – Die EU-Kommission ermöglicht der deutschen Wirtschaft stärkere Entlastungen beim Strompreis als bislang geplant. Daher kommen höhere Belastungen auf den Bundeshaushalt zu, wie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) dem „Handelsblatt“ sagte. Es sei deshalb dringend erforderlich, weitere Mittel einzuplanen. Der Verhandlungserfolg in Brüssel beim Industriestrompreis erfordere zusätzliche Haushaltsmittel von rund einer Milliarde Euro. „Diese müssen wir bereitstellen“, sagte Reiche.

Der Grund für die zusätzlich benötigten Mittel: Es sei dem Wirtschaftsministerium gelungen, für 2026 die „Kumulierbarkeit“ von Industriestrompreis und Strompreiskompensation zu ermöglichen, sagte Reiche. Während der Industriestrompreis neu eingeführt wird, entlastet die Strompreiskompensation Unternehmen schon länger von CO2-Kosten. Eine gleichzeitige Nutzung der beiden Instrumente schien durch das EU-Recht bislang strikt ausgeschlossen, jetzt aber kommt es anders. „Die Kommission ist unserer Argumentation in diesem Punkt gefolgt, dass dieser Schritt angesichts der enorm hohen Energiepreise durch die aktuelle Krise notwendig ist“, sagte Reiche.

Die Aussagen der Wirtschaftsministerin fallen mitten in die Verhandlungen um den Bundeshaushalt, bei denen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) eine milliardenschwere Haushaltslücke schließen muss. Mit Blick auf die Stromentlastungen argumentierte Reiche, Kürzungen würden zulasten der Industrie und auch zulasten von Arbeitsplätzen in gehen. „Das kann in der aktuellen Lage keiner wollen.“ Das wäre „schlicht eine Standortgefährdung“.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Ruhrgebiet (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • EU-Kommission ermöglicht stärkere Entlastungen für deutsche Wirtschaft beim Strompreis
  • Bundesministerin Katherina Reiche spricht von zusätzlichen Haushaltsmitteln von rund einer Milliarde Euro
  • Verbindung von Industriestrompreis und Strompreiskompensation nun möglich, was zuvor ausgeschlossen war

Warum ist das wichtig?

  • Stärkere Entlastungen beim Strompreis unterstützen die Industrie.
  • Erforderliche zusätzliche Mittel stärken den Bundeshaushalt.
  • Schutz von Arbeitsplätzen und dem Standort Deutschland in der aktuellen Krise.

Wer ist betroffen?

  • deutsche Wirtschaft
  • Industrie
  • Arbeitsplätze in Deutschland

Zahlen/Fakten?

  • zusätzliche Haushaltsmittel von rund einer Milliarde Euro erforderlich
  • neue Regelung zur "Kumulierbarkeit" von Industriestrompreis und Strompreiskompensation für 2026
  • bisherige Argumentation der Kommission gegen gleichzeitige Nutzung der Instrumente wurde überdacht

Wie geht’s weiter?

  • Bereitstellung zusätzlicher Haushaltsmittel von rund einer Milliarde Euro
  • Gleichzeitige Nutzung von Industriestrompreis und Strompreiskompensation
  • Verhandlungen um den Bundeshaushalt fortsetzen
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