Warken will telefonischen Krankschreibung überprüfen

19. Januar 2026
1 min Lesezeit

Warken will telefonischen Krankschreibung überprüfen

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Deutschland: Überprüfung der Krankschreibung

() – Der Fortbestand der telefonischen Krankschreibung wird nun auch von der zuständigen Bundesministerin infrage gestellt. Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) kündigte eine Überprüfung der Regelung an. Die Regierungsparteien hätten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Missbrauch auszuschließen, sagte sie dem „Tagesspiegel“ (Dienstagausgabe).

„Genau das werden wir angehen und die aktuellen Regelungen auf den Prüfstand stellen. Wir brauchen praktikable Lösungen“, sagte die CDU-Politikerin. Die Gesundheitsministerin reagierte damit auf Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz. Dieser hatte am Samstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in den aus seiner Sicht zu hohen Krankenstand der Deutschen kritisiert.

Im Schnitt kämen die Beschäftigten in auf 14,5 Krankentage, sagte der CDU-Politiker in bei . Als Ursache hierfür sieht Merz auch die Möglichkeit, sich telefonisch krankschreiben zu lassen. Diese war 2021 während der Corona-Pandemie geschaffen worden, der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) etablierte sie dauerhaft. „Während der Coronazeit begründet richtig, heute immer noch?“, fragte der Kanzler wörtlich.

Warken bekräftigte nun die Worte des Kanzlers. Die Äußerungen des Bundeskanzlers seien zunächst eine Tatsachenbeschreibung. „Im internationalen Vergleich ist der Krankenstand in Deutschland hoch“, sagte die Gesundheitsministerin. Darauf hinzuweisen sei in keiner Weise gegen diejenigen gerichtet, die aufgrund von Krankheit arbeitsunfähig sind. „Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die niedrigschwellige Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung missbräuchlich ausgenutzt werden kann.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nina Warken (Archiv)

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Gesundheitsministerin Nina Warken kündigt Überprüfung der telefonischen Krankschreibung an.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz kritisiert hohen Krankenstand in Deutschland und hebt die telefonische Krankschreibung als mögliche Ursache hervor.
  • Warken unterstützt Merz' Äußerungen und warnt vor Missbrauch der Regelung.

Warum ist das wichtig?

  • Überprüfung der telefonischen Krankschreibung zur Vermeidung von Missbrauch
  • Hoher Krankenstand in Deutschland im internationalen Vergleich
  • Notwendigkeit praktischer Lösungen im Gesundheitswesen

Wer ist betroffen?

  • Beschäftigte in Deutschland
  • Krankenschreiber durch telefonische Krankschreibung
  • Gesundheitsministerin Nina Warken

Zahlen/Fakten?

  • 14,5 Krankentage im Schnitt in Deutschland
  • Telefonische Krankschreibung wurde 2021 eingeführt
  • Missbrauch der telefonischen Krankschreibung wird infrage gestellt

Wie geht’s weiter?

  • Überprüfung der telefonischen Krankschreibung durch Gesundheitsministerin Nina Warken anstehen
  • Aktuelle Regelungen sollen auf Missbrauchspotential geprüft werden
  • Notwendigkeit praktischer Lösungen betont
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