Vermischtes - Was ist passiert – was dahinter steckt
Gesundheitspolitik in Deutschland: Arbeitgeberverantwortung
Berlin () – In der Diskussion um den Krankenstand in Deutschland hat der Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse (TK), Jens Baas, die Arbeitgeber aufgefordert, stärker Verantwortung zu übernehmen.
„Gerade Langzeiterkrankungen wie Depressionen oder Burn-Out hängen häufig auch mit der Arbeitszufriedenheit und Belastungen am Arbeitsplatz zusammen“, sagte Baas dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Hier können Arbeitgeber maßgeblich zur Gesundheit ihrer Beschäftigten beitragen.“ Die Unternehmen selbst könnten das Belastungspotenzial ihrer Mitarbeiter durch gezielte Verbesserungen der Rahmenbedingungen deutlich reduzieren, so Baas.
Dass die Bundesregierung die Möglichkeit zur telefonischen Krankschreibung überprüfen will, hält Baas nicht für angemessen. „Die Debatte um die telefonische Krankschreibung setzt den falschen Schwerpunkt und lenkt vom eigentlichen Problem ab“, sagte er. „Die Kurzzeiterkrankungen wie zum Beispiel Erkältungen, die mit einer telefonischen Krankschreibung festgestellt werden können, machen im Vergleich zu Langzeiterkrankungen einen wesentlich geringeren Anteil an den Gesamtfehltagen aus.“
Nach Angaben der TK dauerten im Jahr 2024 rund 38 Prozent aller Krankmeldungen weniger als vier Tage, machten aber nur 6,9 Prozent aller Fehltage aus. „Demgegenüber entfallen auf die 3,5 Prozent der Krankmeldungen mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen rund 45 Prozent der Gesamtfehlzeiten“, so Baas.
| Text-/Bildquelle: | Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de |
| Bildhinweis: | Ärztehaus (Archiv) |
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist passiert?
- Jens Baas fordert Arbeitgeber auf, Verantwortung für Gesundheitsfenster zu übernehmen.
- Langzeiterkrankungen stehen im Zusammenhang mit Arbeitszufriedenheit und Belastungen am Arbeitsplatz.
- Baas kritisiert die Debatte um telefonische Krankschreibung als Ablenkung vom eigentlichen Problem.
Warum ist das wichtig?
- Arbeitgeber sollten Verantwortung für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter übernehmen
- Langzeiterkrankungen sind stark mit Arbeitszufriedenheit und Belastungen am Arbeitsplatz verknüpft
- Falscher Schwerpunkt der Debatte lenkt von wichtigen Problembereichen ab
Wer ist betroffen?
- Arbeitgeber
- Beschäftigte
- Langzeiterkrankte
Zahlen/Fakten?
- 38 Prozent aller Krankmeldungen dauerten 2024 weniger als vier Tage, machten aber nur 6,9 Prozent aller Fehltage aus.
- 3,5 Prozent der Krankmeldungen hatten eine Dauer von mehr als sechs Wochen, entfallen auf rund 45 Prozent der Gesamtfehlzeiten.
- Kurzzeiterkrankungen machen im Vergleich zu Langzeiterkrankungen einen wesentlich geringeren Anteil an den Gesamtfehltagen aus.
Wie geht’s weiter?
- Arbeitgeber sollen Verantwortung für die Gesundheit der Beschäftigten übernehmen
- Verbesserung der Arbeitsbedingungen zur Reduzierung von Langzeiterkrankungen
- Falscher Schwerpunkt bei der Debatte um telefonische Krankschreibung
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