Warken will Kinderlose in Pflegeversicherung stärker belasten

26. Mai 2026
1 min Lesezeit

Warken will Kinderlose in Pflegeversicherung stärker belasten

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Pflegeversicherung: Reformpläne in Berlin

() – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant angesichts der enormen Finanzlöcher in der Pflegeversicherung auch eine höhere Belastung der Kinderlosen.

Nach Informationen des „Redaktionsnetzwerks “ aus Koalitionskreisen sieht die Ministerin in ihrer Reform vor, den Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf dann 0,7 Prozent anzuheben. Versicherte ohne Kinder müssten dann ab einem Alter von 23 Jahren insgesamt einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versicherten mit Kindern bliebe es dagegen bei den bisherigen Sätzen von 3,6 Prozent (ein Kind), 3,35 Prozent (zwei Kinder) beziehungsweise 3,1 Prozent (drei Kinder).

Warken rechnet in der Pflegeversicherung in den kommenden beiden Jahren mit einem Defizit von zusammen über 22 Milliarden Euro. Das ist deutlich mehr als bisher erwartet. Bekannt ist, dass Warken die Zuschüsse für die Eigenanteile im Pflegeheim kürzen, die Bedingungen für den Zugang zu Leistungen der Pflegeversicherung verschärfen und die Beiträge für Gutverdiener anheben will. Derzeit werden ihre Pläne in der sogenannten Frühkoordinierung in der Bundesregierung beraten. Details sind öffentlich noch nicht bekannt.

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Nina Warken am 22.05.2026

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Nina Warken plant eine Erhöhung des Beitrags für Kinderlose in der Pflegeversicherung um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent.
  • Versicherte ohne Kinder zahlen ab 23 Jahren einen Satz von 4,3 Prozent, während der Satz für Versicherte mit Kindern gleich bleibt.
  • Es wird ein Defizit von über 22 Milliarden Euro in der Pflegeversicherung erwartet, und es sind Kürzungen der Zuschüsse sowie Verschärfungen bei Zugang zu Leistungen geplant.

Warum ist das wichtig?

  • Erhöhung der finanziellen Belastung für kinderlose Versicherte zur Deckung von Defiziten in der Pflegeversicherung
  • Geplante Reformen könnten zu Einsparungen bei Zuschüssen und Änderungen im Zugang zu Pflegeleistungen führen
  • Dringlichkeit aufgrund eines deutlich höheren als erwarteten Defizits in der Pflegeversicherung über 22 Milliarden Euro in den nächsten zwei Jahren

Wer ist betroffen?

  • Kinderlose Versicherte
  • Versicherte ohne Kinder ab 23 Jahren
  • Gutverdiener

Zahlen/Fakten?

  • Beitragszuschlag für Kinderlose wird um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent erhöht
  • Beitragssatz für Kinderlose ab 23 Jahren beträgt dann 4,3 Prozent
  • Defizit in der Pflegeversicherung in den nächsten zwei Jahren über 22 Milliarden Euro

Wie geht’s weiter?

  • Anhebung des Beitragszuschlags für Kinderlose auf 0,7 Prozent
  • Überprüfung der Zuschüsse für Eigenanteile im Pflegeheim
  • Verschärfung der Zugangsvoraussetzungen zur Pflegeversicherung
Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH
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