Warken erwartet zügige Einigung bei Jahresrezepten für Chroniker

15. Februar 2026
1 min Lesezeit

Warken erwartet zügige Einigung bei Jahresrezepten für Chroniker

Politik - Was ist passiert – was dahinter steckt

Gesundheitspolitik in Berlin: Jahresrezepte für Chroniker

() – Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) erwartet eine schnelle Einigung bei der Umsetzung von Jahresrezepten für chronisch kranke Patienten.

„Angesichts begrenzter Versorgungskapazitäten macht es Sinn, entbehrliche Arztkontakte und Wartezeiten zu reduzieren und die bisherige Quartalslogik für Chroniker zu überwinden“, sagte Warken der „Bild am Sonntag“. Teurer soll es dadurch für Kassen und Beitragszahler nicht werden. Warken erwartet eine „zügige Verständigung“. Sollte es zu weiteren deutlichen Verzögerungen kommen, werde man im Rahmen der Rechtsaufsicht die erforderlichen Schritte prüfen.

Hintergrund ist eine gesetzliche Regelung, nach der chronisch Kranke ihre Rezepte künftig nur noch einmal pro Jahr erneuern müssen. Das entsprechende Gesetz war noch unter Warkens Vorgänger Karl Lauterbach (SPD) beschlossen worden.

Obwohl sich Ärzte und Krankenkassen grundsätzlich offen für die Reform zeigen, gibt es bislang keine Einigung über die konkrete Umsetzung. Ein Sprecher der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) verwies auf eine „komplexe Herausforderung“. Allerdings sei „mit einer Vereinbarung in diesem Frühjahr zu rechnen“. Auch der GKV-Spitzenverband signalisiert Zustimmung. Die Co-Vorstandsvorsitzende Stefanie Stoff-Ahnis sagte der Zeitung: „Jahresrezepte als zusätzliche Möglichkeit finden wir gut und richtig.“ Bestimmten chronisch Kranken würden unnötige Wege erspart, zugleich entlaste es die Praxen.

Dass die Umstellung die Zahl der Arztkontakte reduzieren könnte, sagte Gesundheitsökonom Boris Augurzky vom RWI-Institut: „Ich gehe davon aus, dass von der einen Milliarde ein relevanter Teil, vermutlich eine siebenstellige Zahl, der Quartalslogik geschuldet ist.“

Text-/Bildquelle: Übermittelt durch www.dts-nachrichtenagentur.de
Bildhinweis: Logo einer Apotheke (Archiv)

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Was ist passiert?

  • Bundesgesundheitsministerin Nina Warken erwartet schnelle Einigung über Jahresrezepte für chronisch kranke Patienten.
  • Gesetzliche Regelung sieht vor, dass chronisch Kranke Rezepte nur einmal pro Jahr erneuern müssen.
  • Ärzte und Krankenkassen zeigen sich offen für die Reform, es gibt jedoch noch keine Einigung zur konkreten Umsetzung.

Warum ist das wichtig?

  • Reduzierung von Arztkontakten und Wartezeiten für chronisch kranke Patienten
  • Entlastung der Praxen und Verbesserung der Versorgungskapazitäten
  • Kosteneinsparungen für Kassen und Beitragszahler

Wer ist betroffen?

  • chronisch kranke Patienten
  • Ärzte
  • Krankenkassen

Zahlen/Fakten?

  • Gesetz zur Erneuerung von Rezepten für chronisch Kranke einmal jährlich
  • Erwartung einer Einigung in diesem Frühjahr
  • Einsparung von Arztkontakten in dreistelliger Millionenhöhe möglich

Wie geht’s weiter?

  • schnelle Einigung bei der Umsetzung von Jahresrezepten erwartet
  • Prüfung der erforderlichen Schritte bei Verzögerungen
  • Vereinbarung im Frühjahr möglich
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